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KulturTheater
Home›Kultur›D’haus Düsseldorf: Neuer Name und neue Leitung – aus der Bürgerbühne wird das Stadt:Kollektiv

D’haus Düsseldorf: Neuer Name und neue Leitung – aus der Bürgerbühne wird das Stadt:Kollektiv

Von Ute Neubauer
12. Mai 2021
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Das neue Leitungsteam des Stadt:Kollektivs - Bassam Ghazi und Birgit Lengers (v.l.), Foto: Lasse Scheiba

Zur Spielzeit 2021/2022 bekommt die Bürgerbühne am Düsseldorfer Schauspielhaus einen neuen Namen: Stadt:Kollektiv. Die Leitung übernehmen Birgit Lengers und Bassam Ghazi gemeinsam. Das Stadt:Kollektiv wird auch unter dem neuen Leitungsteam gemeinsam mit dem Café Eden das D‘haus und Düsseldorf auf besondere und integrative Weise verbinden. Hier können die Düsseldorfer*innen nicht nur Publikum, sondern Akteur*innen sein.

Nach fünf Spielzeiten übergibt der bisherige Künstlerische Leiter Christof Seeger-Zurmühlen an das neue Leitungsteam. Im Sommer wechselt Bassam Ghazi von Köln nach Düsseldorf, wo er noch als Regisseur und Künstlerischer Leiter des Import Export Kollektivs am Schauspiel Köln tätig ist. Die Dramaturgin Birgit Lengers, aktuell Leiterin des „Jungen DT“ und „DT International“ am Deutschen Theater Berlin bleibt dort noch eine Saison, bevor sie an den Rhein kommt. Das Duo wird ab der Spielzeit 2021/22 die Künstlerische Leitung des Stadt:Kollektiv übernehmen und auch das Konzept der bisherigen Bürgerbühne verändern.

Das Stadt:Kollektiv will nicht nur Kunst für die Stadt nieten, sondern sie gemeinsam mit den Bürger*innen entwickeln. Der Begriff Kollektiv geht zurück auf das lateinischen Verb colligere = zusammensuchen, zusammenbringen. Kollektive entwickeln aufgrund gemeinsamer Haltungen oder Handlungen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Dabei spielt der sozialen Status der Mitglieder keine Rolle. Das Stadt:Kollektiv möchte Menschen unabhängig von Herkunft, von Religion oder Weltanschauung zusammenbringen. Menschen jeden Alters, aller sexuellen Identitäten, Menschen mit und ohne Behinderung, mit viel oder wenig Geld sind angesprochen. Basis der Arbeit ist unbedingter Respekt und Solidarität.

Das Theater soll Lust machen, die Komplexität der Welt als Bereicherung zu begreifen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie mitzugestalten. Dazu gehören Vertrauen in die Gemeinschaft und Teilhabe. Das Haus wird zu einem vitalen Ort, an dem Bürger*innen nicht nur Gäste, sondern Mitbewohner*innen sind. Wichtig sind dabei neben Netzwerken auch die Bereitschaft zuzuhören. Ziel ist ein Austausch zwischen Bürger*innen, Beiräten, sozialen Institutionen und Orten der politischen Bildung. Relevante Inhalten sollen entdeckt und ansprechende Formate entwickeln werden. Das Theater lädt ein und geht raus und will dabei radikal sozial sein.

Die Inszenierungen, Residenzen und Clubs gehen Synergien mit verwandten Kunstformen ein: Tanz, Performance, Bildende Kunst, Interventionen, Musik, Hörspiel, Video und digitale Medien. Neben den vier Repertoireinszenierungen werden aus den Clubs vielfältige theatrale Formate entstehen, in denen die Stadt zur Bühne wird. Dazu gehören Flashmobs und Interventionen auf öffentlichen Plätzen über Theater to go & Theater Mobil zu Installationen und Bespielungen der Foyers wie zu digitalen Projekten auf diversen Plattformen. Die Grenzen zu sozialen Ereignissen wie Essen und Sport, Spielen, Diskussionen und Demonstrationen, Festen und Konzerten werden fließend sein.

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