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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf: Die Stadt als Bühne – Kunst verbindet Alt und Jung

Düsseldorf: Die Stadt als Bühne – Kunst verbindet Alt und Jung

Von Ute Neubauer
26. August 2017
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Verwunderte Blicke warfen manche Passanten am Samstag am Graf-Adolf-Platz auf die Performance der Gruppe

26 Workshopteilnehmer zwischen 14 und 74 Jahren haben in den vergangenen fünf Tagen gemeinsam mit Künstlern ein Experiment gewagt. Sie haben sich im zakk in vier Workshops über die Veränderung der Gesellschaft und den Auswirkungen auf das Straßenbild ausgetauscht. Die Ergebnisse in Form von Szenen, Choreografien, Musik und einem Animationsfilm präsentierten sie am Samstag auf dem Graf-Adolf-Platz.

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D_Strassenbilder_Gruppe_alle_26082017

Die Workshopteilnehmer waren mit viel Spaß dabei

Aktionen entstehen lassen

Fremdheit, Muttersprache, Herkunft, Alter – die 26 Teilnehmer des Workshops Strassen_Bilder hatten wenig gemeinsam. Aber sie alle stellten sich der Herausforderung des Workshops. Einige kannten die Aktion des zakk bereits aus den vergangenen Jahren. Denn bereits vor acht Jahren entstand die Idee alte und junge Menschen zusammen zu bringen. Das Projekt wird gemeinsam vom Forum Freies Theater, dem zakk und dem Migrationsdienst der Diakonie für Jugendliche und Erwachsene organisiert.

D_Strassenbilder_Gruppe_Musik_26082017

Syavash Rastani (ganz links) leitete die musikalische Gruppe

Vier Workshops

Diesmal arbeiteten die Künstler Marlin de Haan, Parisa Karimi, Morgan Nardi und Syavash Rastani mit den Teilnehmern. Es entstand eine Tanzperformance, ein animierter Film, eine musikalische Präsentation und eine Darstellung mit verschiedenen Masken. Die Senioren und Jugendliche machten mit ihrer Unterstützung die Straße zur Bühne und sammelten an verschiedenen Orten ganz unterschiedliche Erfahrungen. Zum einen reagierten die Passanten und Passantinnen anders und auch die Akteure wurden durch die Umgebung beeinflusst. Auf dem Schadowplatz trafen die Workshopteilnehmer auf eher reiche Klientel, die Unterführung am S-Bahnhof Oberbilk war sehr dunkel und an der Theodor-Heuss-Brücke beteiligten sich sogar einige Zuschauer an der Performance.

D_Strassenbilder_Bohm_26082017

Hannelore Bohm (links) hat bereits öfter an den Aktionen im zakk teilgenommen und war begeistert

Kennenlernen durch Blicke

Hannelore Bohm ist 73 Jahre alt und sie beteiligte sich an der Gruppe mit der Tanzperformance unter der Leitung von Morgan Nardi. Der persönliche Kontakt unter den Gruppenmitgliedern wuchs während der fünf Workshoptage. Sie starteten mit einer Übung, bei der sich jeweils zwei Teilnehmer über 20 Minuten in die Augen schauten. Mit der Zeit lernten sie so miteinander zu kommunizieren, ohne das Worte gebraucht wurden. Genau das zeigten sie bei ihrer Tanzperformance, bei der sie wechselweise die Aktionen vorgaben und miteinander agierten. Dabei habe der Tunnel am Oberbilker S-Bahnhof durch die Dunkelheit und Enge regelrecht aggressiv gewirkt und die Teilnehmer zu lautem Stampfen veranlasst, berichtete Hannelore Bohm. Am Graf-Adolf-Platz war die Atmosphäre deutlich offener und die Passanten reagierten etwas verwundert aber freundlich.

D_Strassenbilder_Gruppe_Kopfkino_26082017

zakk-Straßenfest mit Performance

Den Abschluss des Projektes „Strassen_Bilder“ gibt es beim zakk-Straßenfest am 3. September ab 15 Uhr auf der Fichtenstraße. Dort werden alle Teilnehmer ihre Performances noch einmal vorführen.

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