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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf-Garath: Rechte Schläger greifen ein Treffen von Bürgern, Bezirksvertretern und Ratsleuten in der Freizeitstätte an

Düsseldorf-Garath: Rechte Schläger greifen ein Treffen von Bürgern, Bezirksvertretern und Ratsleuten in der Freizeitstätte an

Von Dirk Neubauer
1. Februar 2016
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Zwei Dutzend rechte Schläger griffen am Montagabend die Freizeitstätte Garath an, warfen mit Bierflaschen, schwangen Billardstöcke, schlugen und traten um sich. Ihr Vorgehen galt einer Versammlung von Bürgern, die sich nicht länger von ihnen drangsalieren lassen wollen. Die Schläger waren zuvor von den Republikanern bei einer angemeldeten Demo in Stimmung gebracht worden

Erst nahmen sie an einer Demonstration der Republikaner teil. Dann griffen am Montag (1.2.) etwa zwei Dutzend, zum Teil glatzköpfiger Schläger Menschen vor der Freizeitstätte Garath an. Sie schlugen und traten, warfen mit halbvollen Bierflaschen und machten Jagd auf alle Umstehenden. Mindestens zwei Angegriffene wurden leicht verletzt. Ein Mann drohte mit einem Billard-Queue. Ein auf der Glatze auffällig Tätowierter drohte: „Kommt runter, wir machen Euch fertig.“

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Rechts unten zerplatzt die Bierflasche, rechts der Bildmitte stürmen die rechten Schläger heran

Der Angriff galt der Gründungsversammlung von „Garath stellt sich quer“, an der auch Ratsleute und Bezirksvertreter von SPD, Grünen und Die Linken teilnahmen. Gemeinsam wollen die Anwohner etwas gegen die täglichen Pöbeleien und die ständige Angst auf dem Heimweg tun. Viele gehen mittlerweile weite Umwege, wenn sie die Hooligans sehen und fühlen sich von der Polizei allein gelassen. Gegen „Garath stellt sich quer“ hatten die Republikaner zu einer Gegendemonstration aufgerufen.

D_REP_Anfriff_queue

Der schwarz-weiß karierte Angreifer kam mit einem Billardstock.

Während die Gründungsversammlung in der Freizeitstätte lief, hielten die Republikaner vor dem Lokal „Braustübchen“ in Sichtweite ihre Veranstaltung ab. Dabei kritisierten sie die Flüchtlingspolitik, skandierten „Merkel muss weg“. Zudem gaben sich Republikaner-Ratsherr André Maniera und Bezirksvertreter Karl-Heinz Fischer als besorgte und dem Rechtsstaat zutiefst treue Bürger aus, die aber „vom Meinungsdiktat“ in der Stadt mundtot gemacht werden sollten. Man formuliere nur im Einklang mit der garantierten Meinungsfreiheit die Besorgnisse der Bürger, würde aber völlig zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt.

D_REP_Polizei_Braustiebchen_01022016

Als die Schläger weggelaufen waren, kam die Polizei mit starken Einsatzkräften

Wie viel von diesen Phrasen zu halten ist, konnten Garather wenig später am eigenen Leib erfahren. Die uniformierte Polizei rückte etwa eine halbe Stunde nach Ende der Republikaner-Demo komplett ab. Dienstschluss! Die Ratsfrau Angelika Kraft-Dlangamandla bat sogar noch die letzte Streifenwagenbesatzung am Ort, zum Schutz der Versammlung in der Freizeitstätte zu bleiben. Dies lehnten die Beamten unter Hinweis auf Zivilkräfte ab.

Plötzlich war keine Polizei mehr sichtbar

Die Schläger werteten den Rückzug der Ordnungshüter als Signal dafür, dass sie nun freie Bahn hätten und griffen mit aller Brutalität an. Dann flüchteten sie unter dem S-Bahn-Haltepunkt in Richtung Garath-West. Ein Notruf der Freizeitstätte brachte die Polizei zurück. Sie kam mit starken Kräften, um die Gäste in der Freizeitstätte zu schützen. Ein Sprecher von „Düsseldorf stellt sich quer“ kritisierte das Verhalten der Polizei: „Das war ein Angriff der Rechten mit Ansage. Wie kann die Polizei nach den Kölner Ereignissen einfach komplett abrücken? Das ist völlig unverständlich.“
Was „Garath stellt sich quer“ gegen die alltägliche Gewalt im Viertel tun will, lesen Sie hier.  

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