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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Bezahlbarer Wohnraum statt „Luxus-Ghettos“ in Düsseldorf fordert Bauminister Groschek und unterschreibt Zielvereinbarung mit OB Geisel

Bezahlbarer Wohnraum statt „Luxus-Ghettos“ in Düsseldorf fordert Bauminister Groschek und unterschreibt Zielvereinbarung mit OB Geisel

Von Ute Neubauer
25. August 2015
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Bauminister Groschek und Thomas Geisel sind sich einig, es muss mehr für den Bau von bezahlbarem Wohnraum getan werden.

Der Bau von staatlich geförderten Mietwohnungen hat in Düsseldorf noch viel Luft nach oben. Gerade mal 27geförderte Mietwohnungen entstanden 2012, 115 im Jahr 2013 und 221 im vergangenen Jahr. Viel zu wenig, betonten NRW-Bauminister Michael Groschek und Oberbürgermeister Thomas Geisel und unterschrieben jetzt eine Zielvereinbarung über künftig 1000 geförderte, neue Wohnungen pro Jahr.

40 Millionen Euro pro Jahr für Sozialwohnungen

Das Land NRW stellt der Landeshauptstadt Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau in Höhe von jährlich 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll den Anreiz erhöhen, Wohnungen zu bezahlbaren Mieten zu bauen.

Grundlage ist das vom Rat der Landeshauptstadt beschlossene Handlungskonzept „Zukunft Wohnen. Düsseldorf“. Darin wird bei städtebaulichen Projekten eine Quote von 20 Prozent geförderter Wohnungen und weiteren 20 Prozent preisgedämpfter Wohnungen für die soziale Wohnraumförderung vorgesehen.

„Düsseldorf wächst – und soll eine bezahlbare Stadt für alle sein. Unser Ziel sind 3.000 bezugsfertige Wohnungen im Jahr, von denen rund ein Drittel aus dem Wohnraumförderprogramm des Landes NRW unterstützt werden sollen“, erklärte Thomas Geisel.

Förderprogramm bis 2017

Das Förderprogramm ist bis 2017 angelegt und soll ein Signal an Investoren senden. Falls erforderlich, wird das Land weitere Gelder geben. Das Globalbudget ermöglicht der Stadt Düsseldorf die flexible Förderung von Projekten, ohne in die Bereiche Bestandsinvestitionen, Eigentumsförderung und Mietwohnungen unterteilen zu müssen.

Darüber hinaus hat das Land NRW die Möglichkeit eröffnet, dass in Gebieten mit überdurchschnittlichem Bedarf an Sozialwohnungen landeseigene Grundstücke an Gemeinden, Gemeindeverbände oder Studentenwerke nur mit der Auflage verkauft werden, dass dort mindestens 30 Prozent an öffentlich geförderten Wohnungen entstehen.

D_Mieten und ETW-Preise2015_25082015

Aktuelle Mietpreise in Düsseldorf, Quelle: Ring Deutscher Makler

Mietpreise in Düsseldorf

Nach Angaben des Rings Deutscher Makler (RDM) wurden im Jahr 2013 exakt 2267 Wohnungen gebaut, 2014 wurden im Stadtgebiet 2.911 Mietwohnungen genehmigt. Die 115 (2013), bzw.  221 (2014) staatlich geförderten Wohnungen nahmen dabei einen sehr geringen Teil ein. Die Zahlen zeigen aber auch, dass die angestrebte Zahl von 3000 neuen Wohnungen pro Jahr in Düsseldorf durchaus realistisch ist. Es ist nur eine Verschiebung im Preissegment erforderlich.

Für die Düsseldorfer bedeutet die Nettomiete im geförderten Wohnungsbau mit Wohnberechtigungsschein A (Einzelperson mit max. 28.287 € Bruttojahreseinkommen) ein Quadratmeterpreis von 6,25 Euro pro Quadratmeter, zuzüglich Betriebs- und Heizkosten. Die Durchschnittskaltmieten liegen nach Angaben des Rings Deutscher Makler in Düsseldorf je nach Lage zwischen 6,50 Euro (Garath) und 14,50 Euro (Oberkassel). Der RDM rechnet für Düsseldorf mit einer weiterhin hohen Nachfrage.

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