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GewerkschaftenWirtschaft
Home›Wirtschaft›Gewerkschaften›Der erste Mai in Düsseldorf: Für menschenwürdige Arbeit und gegen Ausländerfeinde

Der erste Mai in Düsseldorf: Für menschenwürdige Arbeit und gegen Ausländerfeinde

Von Dirk Neubauer
1. Mai 2015
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Der Kollege Johannes erkannte die Lage der Arbeitenden - und erstarrte: Maikundgebung 2015 in Düsseldorf

„Die Zukunft der Arbeit gestalten wir“ – mit diesem Anspruch meldeten sich die Gewerkschaften zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit zu Wort. In Düsseldorf nahmen mehrere tausend Menschen an einem Demonstrationszug, der Kundgebung und dem anschließenden Familienprogramm teil.

D_1Mai_Buehne_20150501

Vor der DGB-Bühne auf dem Johannes-Rau-Platz waren alle Plätze belegt

Hauptrednerin des DGB war in Düsseldorf die Vize-Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Andrea Kocsis. Sie erlebt momentan hautnah, wie schwierig das mit der Zukunft der Arbeit ist. Die Post will Zusteller in Service-Gesellschaften ausgliedern, um monatlich einige Millionen Euro an Lohnzahlungen zu sparen, bei der Postbank wird unbefristet gestreikt, die Kita-Betreuerinnen und –Betreuer sind in der Urabstimmung. Bereits die öffentlichen Arbeitgeber haben aus Sicht der Gewerkschaften viel ihrer früher empfundenen Verantwortung für die Beschäftigten über Bord geworden. Vom Heuern und Feuern in der Privatwirtschaft ganz zu schweigen.

D_1Mai_sigridWolf_Geisel_NihaÖztürk_20150501

(Vl.) Die Düsseldorfer DGB-Chefin Sigrid Wolf, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Nihat Öztürk, Geschäftsführer der IG-Metall Düsseldorf/Neuss

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel marschierte im Demonstrationszug vom DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße mit zum Platz der Kundgebung an der Kniebrücke. Die Düsseldorfer Gewerkschaftsvorsitzende Sigrid Wolf begrüßte dort unter anderem Mona Neubaur, die Sprecherin des grünen NRW-Landesverbands.

D_1Mai_NoBorder_20150501

Die Gruppe “No Border” sang die Lebensgeschichten von Flüchtlingen

Neben den Gewerkschaftsthemen war ein deutliches Willkommen an Flüchtlinge Thema dieser Mai-Kundgebung. In zahlreichen Transparenten und Liedern wurde ausländerfeindlichen Bestrebungen ein klare Absage erteilt. „Nazis raus aus Düsseldorf!“ hieß es auf einem großen Banner, das am Geländer der Kniebrücke festgemacht war. Am KIT – Kunst im Tunnel –Café trat die No-Border-Band auf. Musiker und Sänger haben sich im Rahmen eines Projektes der Sozialistischen Jugend Deutschland, SJD-Die Falken und der Flüchtlingsinitiative Stay zusammen gefunden. Sie vertonten ihre eigenen Lebensgeschichten, die auch in einem Buch erschienen sind.

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Betonschuhe als Mahnmale, Flüchtlinge “Willkommen” zu heißen – Kunst der Gruppe Werksetzen

Die acht Frauen und Männer der Künstlerinnengruppe Werksetzen stellte Betonnachbildungen von Schuhen – Kinder-, Frauen- und Männerschuhen – auf die Rheinuferpromenade – stellvertretend für alle, die Deutschland als Ziel ihrer Flucht gewählt haben. Flüchtlinge willkommen – Refugees welcome – lautete hier wie auch bei der ver.di-Jugend und auf der Aktionsbühne des DGB das Motto.

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