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Home›Düsseldorf›Blaulicht›Verdacht auf Bombenblindgänger auf dem Düsseldorfer Flughafen: Mögliche Entschärfung nächste Woche

Verdacht auf Bombenblindgänger auf dem Düsseldorfer Flughafen: Mögliche Entschärfung nächste Woche

Von Ute Neubauer
12. Februar 2016
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Ob es sich bei den sondierten Gegenständen um Bombenblindgänger handelt, wird sich erst am Dienstagabend herausstellen

Bei Sondierungen auf dem Gelände des Düsseldorfer Flughafens auf Bombenblindgänger haben sich zwei Verdachtspunkte ergeben. Die Fundstellen befinden sich auf dem Flugfeld und – sollen falls nötig – in der Nacht von Dienstag (16.2.) auf Mittwoch (17.2.) entschärft werden.

Parallel mit zwei Teams werden die verdächtigen Fundstücke in der nächsten Woche freigelegt. Sie liegen in einer Tiefe zwischen 1,5 und 5,5 Meter im Boden. Die Grabungen beginnen am Dienstag, 16. Februar, 12 Uhr. Erst nach dem Abschluss dieser Arbeiten steht fest, ob es sich bei den sondierten Gegenständen tatsächlich um Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Dies wird sich nach Offenlegung der Funde gegen 21.30 Uhr herausstellen. Sollte eine Entschärfung notwendig sein, beginnt diese ab 23.30 Uhr. Welche Maßnahmen eingeleitet werden und wie groß der Evakuierungsradius sein wird, hängt von der Art der Bombe ab.

Maßnahmen je nach Bombenart

Verfügt die Bombe über einen Langzeitzünder (Säurezünder) oder Aufschlagzünder, werden die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Bombe am Dienstag, 16. Februar, ab 23.30 Uhr entschärfen und gegebenenfalls auch sprengen.

Handelt es sich um eine Fünf-Zentner-Bombe, so bleiben die Auswirkungen gering, da im 500-Meter-Radius (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle keine Menschen gemeldet sind. Betroffen werden die Mitarbeiter des Flughafens und Gäste des Maritim Hotels sein, da die Zu- und Abfahrt zum Flughafen durch Straßensperrungen behindert sein wird.

Falls eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden würde, wären bis zu 3.200 Bewohner im Gebiet ab der Frachtstraße im Norden bis zum Starenweg im Süden und im Westen von der Flughafenstraße bis zum Kieshecker Weg im Osten betroffen. Sie müssten während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern bleiben. Die betroffenen Straßen und die Autobahn 44 müssten während der Zeit der Entschärfung komplett gesperrt werden.

Information der Anwohner

Im Falle einer Entschärfung werden die betroffenen Anwohner durch Mitarbeiter der Stadt, Warndurchsagen und -aufrufe sowie Meldungen über die Medien informiert. Sowohl der Flughafen als auch der Krisenstab der Stadt haben sich auf diese Situation vorbereitet. Der Gefahrenbereich B, bei dem die Menschen ihre Wohnungen und Häuser nicht verlassen dürfen, geht über folgende Straßen:

•          Am Roten Haus 35 – 79

•          Amrumstraße 1 – 20

•          An den Birken 15 – 33

•          An der Golzheimer Heide 83 – 124

•          Auf den Geisten 3 – 18

•          Baltrumstraße 1 – 12

•          Borkumstraße 1

•          Breisacher Straße 10 – 70

•          Damaschkestraße 1 – 36

•          Eckener Straße 2 – 44

•          Eichenbruch 1 – 26

•          Flughafenstraße 46

•          Föhrenweg 1 – 24

•          Goldregenweg 25 – 55

•          Hagenauer Straße 1 – 53

•          Helgolandstraße 1 – 6

•          Juiststraße 3 – 24

•          Kalkumer Straße 112 – 214

•          Kehlerstraße 1 – 50

•          Kieshecker Weg 131 – 240

•          Langeoogstraße 1 – 22

•          Meisenweg 28 – 88

•          Mettlacher Straße 8 – 75

•          Saargemünder Straße 1 – 48

•          Schlehenweg 10 – 41

•          Sperlingsweg 7 – 68

•          Starenweg 16 – 69

•          Unterrather Straße 165 – 185

•          Wangeroogestraße 32 – 83

•          Zaberner Straße 1 – 54

•          Zeisigweg 17 – 67

Eine Betreuungsstelle für Menschen, die während der Entschärfung keine andere Möglichkeit zum Verbleib haben, wird am Flughafen-Fernbahnhof, am Ende der Frachtstraße/Ahrensplatz, eingerichtet.

Ab 23 Uhr ruht der Flugbetrieb, Starts werden planmäßig bis 22 Uhr durchgeführt, Landungen bis 23 Uhr. Fluggäste, die nach 22 Uhr landen, sollten das Flughafengelände zeitnah verlassen.

Das Gefahrentelefon der Feuerwehr ist ab sofort unter der Telefonnummer 3 889 889 geschaltet. Betroffene erhalten dort weitergehende Informationen.

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