Polizeikontrollen in Düsseldorf: Im Cannabis-Rausch am Steuer erwischt

Der charakteristische Cannabis-Duft lag schon bei der Anfahrt in der Luft: Rund um eine Hanfmesse in Düsseldorf vom 21. bis 23. August hatte die Polizei Düsseldorf Schwerpunktkontrollen auf den Anfahrtswegen zum Messegelände eingerichtet. Dabei wurde sie von Beamt*Innen aus Duisburg, Bochum, Oberhausen und Gütersloh unterstützt.
Und meldet nun – am Freitag, 22.Oktober – die Bilanz des Einsatzes: Nach einem positiven Drogenvortest hat die Polizei 81 Blutproben entnehmen lassen. Dadurch wollte sie herausfinden, ob die noch neue THC-Grenze von 3,5 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) für das Fahren unter Cannabiseinfluss überschritten wurde. Von den 81 genommenen Blutproben waren 79 positiv, was einer Quote von 97,5 Prozent entspricht. 64 dieser Blutproben überschritten dabei den Grenzwert, was 79 Prozent entspricht. Lediglich 18,5 Prozent lagen unter diesem Grenzwert, so die Polizei Düsseldorf.
Zum Hintergrund: Der Bußgeldkatalog gibt einen maximalen THC-Wert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum (ng/ml) vor. Setzen sich Cannabis-Liebhaber**nnen mit einem höheren THC-Gehalt im Blut hinters Steuer, begehen sie eine Ordnungswidrigkeit. Der Grenzwert entspricht in etwa einem Blutalkoholwert von 0,2 Promille. Ab dem zweiten Verstoß drohen hohe Strafen, Punkte in Flensburg und ein Check durch eine MPU (Die Medizinisch-psychologische Untersuchung ist ein Test auf die Eignung, ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führen zu dürfen).
Polizeipräsidentin will konsequent kontrollieren lassen
„Wenn fast 80 Prozent der Autofahrer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (Cannabis) stehen, den vom Gesetzgeber gewählten Grenzwert nicht einhalten, bedeutet dies, dass wir bei unseren Verkehrskontrollen noch konsequenter vorgehen müssen”, schlussfolgert Polizeipräsidentin Miriam Brauns. Die Düsseldorfer Polizei werde auch künftig sowohl anlassbezogen als auch anlassunabhängig Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt „berauschende Mittel im Straßenverkehr“ in Düsseldorf und auf den Autobahnen ringsherum durchführen. Die Polizeipräsidentin betont: „Die Ergebnisse sprechen für sich und machen deutlich, wie verantwortungslos einige Fahrzeugführer mit der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer umgehen. Betäubungsmittel haben im Straßenverkehr keinen Platz, und wir werden Verstöße konsequent ahnden.“