Düsseldorf: Schocknachricht – Oper hat statische Mängel im Bereich der Bühne – Spielzeitstart muss verschoben werden

Dass die Düsseldorfer Oper baulich nicht im besten Zustand ist, war längst bekannt. Deshalb sollte es ja eigentlich den Neubau geben. Doch die Entscheidung ist gefallen, den aktuellen Bau zu ertüchtigen.
Allerdings wurden nun eine Woche vor Spielzeitstart bei einer turnusmäßigen Sicherheitsüberprüfung an der Trägerkonstruktion im vorderen Bereich des Bühnenturms über dem Bühnenportal statische Mängel festgestellt. Die Sicherheitsfreigabe zur Nutzung des Bühnenturms für den Probe- und Spielbetrieb wurde vom zuständigen Statikbüro nicht erteilt.
Nun entfällt nicht nur das für den 13. September geplante Theaterfest zur Spielzeiteröffnung. Mindestens acht weitere Vorstellung, darunter die gesamte Vorstellungsserie von Giacomo Puccinis “Madama Butterfly”, wurden abgesagt. Auch die für Sonntag, 11. Oktober 2026, angesetzte Premiere von Richard Wagners “Die Meistersinger von Nürnberg” muss verschoben werden. Nur der im Rahmenprogramm des Theaterfestes angekündigte Kostümverkauf im Opernfoyer am 13. September kann stattfinden.
Von den statischen Beeinträchtigungen betroffen sind Teile der Trägerkonstruktion im vorderen Bereich des Bühnenturms, die größtenteils aus der Zeit der Wiedereröffnung des Düsseldorfer Opernhauses nach dem 2. Weltkrieg stammen. Die Lasten im Tragwerk müssen nun auf verschiedene neue Träger verteilt werden, um die Arbeitsgalerien links- und rechtsseitig der Bühne sowie die Portalbrücke weiterhin sicher halten zu können.
Die städtische Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM), die für die laufende Ertüchtigung des Opernhauses zuständig ist, arbeitet gemeinsam mit den beteiligten Fachleuten mit Hochdruck an der temporären Sicherung der Trägerkonstruktion. Dazu sollen unter anderem spezielle Drahtseile und Ersatzträger eingebracht werden.
Über die Änderungen im Spielplan informiert die Deutsche Oper am Rhein auf ihrer Webseite www.operamrhein.de. Besucher*innen, die bereits Karten für die betroffenen Vorstellungen erworben haben, werden individuell über die Absagen und das weitere Vorgehen informiert.