5.500 I-Dötzchen starten in Düsseldorf ihre Schullaufbahn

Für 5.000 Kinder war am Donnerstag (3.9.) der erste Schultag. Die Tornister waren gepackt und fast noch wichtiger die Schultüte auch. An allen Schulen wurden die i-Dötzchen begrüßt, oft mit Feiern, an denen die größeren Schulkinder mitwirkten. An der Gemeinschaftsgrundschule Konkordiastraße waren noch weitere Gäste zur Begrüßung der Neulinge gekommen. Denn seit 40 Jahren besuchen Vertreter der Stadt, der Polizei und der Düsseldorfer Verkehrswacht jeweils eine Grundschule, um auf den Schulanfang hinzuweisen.
Bürgermeister Fabian Zachel, die Leiterin der Direktion Verkehr der Düsseldorfer Polizei, Jasmin Wierczioch, und der Vorsitzende der Verkehrswacht Düsseldorf, Andreas Hartnigk, versammelten sich gemeinsam mit den Schulneulingen und deren Eltern auf dem Schulhof an der Konkordiastraße, wo sie von der Schulleiterin Frau Sicker begrüßt wurden. Da es leider begann zu regnen wurde die Feier in die trockene Turnhalle verlegt.

Erst versuchte es Frau Sicker noch mit einem Schirmherren, dann zogen alle in die Trunhalle um
Andreas Hartnigk nutzte die Gelegenheit zu einigen mahnenden Worten. Denn jedem kann auf der Weg zur Arbeit ein Schulanfänger begegnen, der noch nicht sicher im Straßenverkehr ist. Daher sollten alle besonders achtsam sein. Auch in diesem jahr lautet das Motto „Brems Dich – Schule hat begonnen!“, das auf zahlreichen Bannern und als Aufkleber auf den Fahrzeugen der Rheinbahn, der Stadt, der Polizei, der Awista, Taxis und der Dekra zu lesen ist. 2025 verunglückten 44 Kinder auf dem Schulweg, im Jahr davor waren es 26. Glücklicherweise überlebten alle, aber die Steegerung von 120 Prozent im Dreijahresvergleich ist alarmierend. Viele Kinder werden mit dem Elterntaxi oder auch per Lastenrat zur Schule gefahren. Dadurch ist vor den Schulen viel los, was die Gefahren für Unfälle noch erhöht. Denn wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, damit es dort sicher ankommt, gefährdet mit seinem Fahrzeug womöglich andere Kinder. Die Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Sie nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr als Erwachsene. Es fällt ihnen noch schwer, Geschwindigkeiten und Entfernungen richtig einzuschätzen. Deshalb kommt es vor, dass sie plötzlich auf die Straße laufen, scheinbar ohne auf den Verkehr zu achten. Mit jedem Gang zur Schule lernen die Erstklässler die Gefahren besser einzuschätzen. Daher rät die Verkehrswacht Düsseldorf den Eltern, die Kinder so lange auf dem Schulweg zu begleiten, bis sie das Gefühl haben, dass ihre Kinder auch alleine sicher ankommen. Zur Sicherheit auf dem Schulweg gehört ein gutes Training, das die Kinder auf Gefahrenstellen aufmerksam macht und besonders das vorbildliche Verhalten aller Erwachsenen im Straßenverkehr. Anfangs fällt es vielen Eltern schwer, den Nachwuchs alleine zur Schule gehen zu lassen, aber nur so können die Kinder selbstständig werden und später auch andere Wege souverän meistern, erläuterte Hartnigk.

Andreas Hartnigk, Armin Majic, Leiter Regionalmarkt Mitte/West der Stadtsparkasse Düsseldorf und Fabian Zachel verteilten Kappen die Kinder
Zum Schulanfang setzt sich die Verkehrswacht Düsseldorf mit der I-Dötzchen-Aktion für die Erstklässlerinnen ein. Bürgermeister Fabian Zachel, Armin Majic von der Stadtsparkasse und Andreas Hartnigk verteilten reflektierende rote Kappen an die Kinder, damit sie im Straßenverkehr besser gesehen werden.