Düsseldorf: Meisterfeier im Dome

Nicht aus sportlichen Gründen, aber mit den neuen Meister*innen der Handwerkskammer noch bedeutsamer, waren am Samstag (13.6.) rund 2500 Menschen in den Rather Dome gekommen. Die Handwerkskammer Düsseldorf (HWK) hatte eingeladen, um 905 Prüfungsabsolvent*innen in einem würdigen Rahmen zu feiern.
Bereits zum 77. Mal ehrte die HWK einen neuen Meisterjahrgang mit einem Festakt. Besonders im Rampenlicht standen die 14 Absolvent*innen, die als Jahrgangsbeste abgeschlossen hatten. In 26 Meister-Professionen haben Berufstätige aus dem Handwerk ihre Meisterfortbildung erfolgreich bewältigt. Darunter viele, die für die verschiedenen Gewerke des Bauhandwerks von Bedeutung sind. Aber auch das kraftfahrzeugtechnische Handwerk, Augenoptikerhandwerk und Friseure war zahlreich vertreten. Geblieben ist der hohe Männeranteil bei den Meisterabsolventen, die Frauen liegen bei nur 20,4 Prozent.
Rund jeder zweite Jungmeister plant nach eigenen Angaben eine eigene Unternehmensgründung oder -übernahme oder hat diesen Schritt sogar bereits vollzogen. Fast alle der neuen Meister*innen wollen später selber ausbilden.
Nachdem Kammerpräsident Andreas Ehlert den Einsatz der Absolventen gewürdigt und gelobt hatte, nutzte er traditionell die Gelegenheit der mahnenden Worte in Richtung Landes- und Bundesregierung. „Unternehmertum findet derzeit unter schwierigen Bedingungen statt: Schwaches Wachstum, hohe Steuern und Abgaben, steigende Energiekosten, zu viel Bürokratie, zurückhaltende Kunden,“ wie er betonte und ausführte, dass dies Probleme seien, für die immer noch keine Lösungen in Sicht sind.
Als Spitzengast und Festredner war Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger zur Meisterfeier gekommen. Er führte aus: „Gerade mit Blick auf KI und digitale Technologien zeigt sich: Wer Handwerk stärkt, stärkt Deutschlands Zukunft.“ Und versicherte, dass die Bundesregierung daran arbeite, Betriebe spürbar zu entlasten, Prozesse zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen. Damit reihe er sich ebenfalls in die Tradition ein, denn ähnliches wurde bisher auf jeder Meisterfeier versprochen.
Mit Licht- und Pyro-Show unter dem Motto „Wir können alles, was kommt.“ sowie einer Party feierten die neuen Meister*innen anschließend mit ihren Familien und Gästen im Innenraum des Domes.