Düsseldorf: Viertklässler lernen Verkehrssicherheit unter dem Motto “Mach mit – sicher, mobil und fit!”

Der Betriebshof der Rheinbahn in Lierenfeld schien am Mittwoch (6.5.) und Donnerstag (7.5.) fest in Kinderhand zu sein. Denn rund 2600 Schüler*innen der vierten Klassen der Grund- und Förderschulen waren zum Verkehrssicherheitstag eingeladen. Damit alle die zahlreichen Stationen in Ruhe testen konnten, wurden die Kinder auf zwei Tage aufgeteilt. Bereits zum 38. Mal fand die Veranstaltung statt und diesmal hieß das Motto “Mach mit – sicher, mobil und fit!”. Organisiert werden die Verkehrssicherheitstage vom Amt für Verkehrsmanagement sowie der Polizei, der Verkehrswacht, der Rheinbahn und von den schulfachlichen Berater*innen für Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung. Das Wetter war nicht ideal, aber die Rheinbahn öffnete eine große Fahrzeughalle, so dass vieles im Trockenen stattfinden konnte.

Die Vertreter*innen Vertreter aller Kooperationspartner mit Kindern der vierten Klasse. Mit dabei Sarah Harden vom Amt für Verkehrsmanagement , Polizeihauptkommissar Ralph Heuts, Andreas Hartnigk als Vorstandsvorsitzender der Verkehrswacht Düsseldorf, Christian Finke von der Geschäftsleitung der Rheinbahn sowie Schulrat André Ernst, Foto: Stadt Düsseldorf, Claus Langer
Bei den Verkehrssicherheitstagen geht es darum, den Kindern wichtige Details zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln. Denn sie sind unterwegs besonders gefährdet und deshalb sollten sie spielerisch richtige Verhaltensweisen üben sowie ihre Wahrnehmung, Motorik und Konzentration testen. Dabei spielte die Bewegung eine große Rolle. Bei zahlreichen Aktionen, wie zum Beispiel Fahrrad-, Roller-, Inliner- sowie Rollstuhlparcours oder am Sport- und Actionmobil konnten die Viertklässlern ihre Geschicklichkeit, ihr Reaktionsvermögen und ihr Körpergefühl ausprobieren. An beiden Tagen gab es auch ein Verkehrsquiz mit attraktiven Preisen.

Ein Auto hat einen langen Bremsweg, das wurde mit den Schaumstoffwürfeln deutlich, Foto: Stadt Düsseldorf, Claus Langer
“Die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr liegt uns besonders am Herzen. Wir sind von der Wirkung unserer Aktionen – darunter die Verkehrssicherheitstage – absolut überzeugt und werden diese natürlich fortführen“, betonte Sarah Harden vom Amt für Verkerhsmanagement. “Unser Ziel ist es, die Sicherheit auf den Schulwegen, aber auch auf den Freizeitwegen der Kinder zu erhöhen, indem wir ihnen das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermitteln und sie für Gefahrenquellen sensibilisieren.”
Seit 2011 ist auch Löwe „Lookie“ als Botschafter dabei, der einige Aktionen begleitete und beliebtes Fotomotiv war. Bei der Kindersprechstunde konnten die Schüler*innen Hinweise geben, wo es auf ihrem Schulweg oder in ihrer Umgebung Stellen gibt, die ihnen Probleme machen. Mitarbeitende des Amtes für Verkehrsmanagement hörten aufmerksam zu, wenn es um zugeparkte Gehwege, Schäden im Gehweg oder überholungsbedürftige Markierungen ging.

Aufgrund der Wetterlage stellte die Rheinbahn auch eine Fahrzeughalle für die zahlreichen Aktionen zur Verfügung, Foto: Stadt Düsseldorf, Claus Langer
Um Falschparker und deren Auswirkungen auf die Sicht von Kindern ging es ebenfalls bei einer Aktion des Ordnungsamtes. Denn Autofahrer können Kinder schlecht sehen, wenn Fahrzeuge falsch parken und auf der anderen Seite können Kinder auch sich nähernde Autos schlecht erkennen, wenn parkende Fahrzeuge die Sicht versperren. Die Sichtbarkeit war außerdem wichtig beim “Toter Winkel”. Die Kinder erhielten Tipps, wie sie diese Gefahrenzone leicht umgehen können. Bei der Verkehrswacht konnten alle die Sehfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit testen. Wie sicher die Kinder auf dem Fahrrad unterwegs sind, wurde im Simulator, bei einem Quiz und auf einem Parcours ausprobiert.

Beim Quiz “1, 2 oder 3” wurde das Wissen der Kinder zu verkehrsrelevanten Fragen getestet. Dazu traten verschiedene Grundschulen mit ihren Teams gegeneinander an, Foto: Stadt Düsseldorf, Claus Langer
Aber auch das Verständnis für Menschen mit Bewegungseinschränkungen wurde auf dem Rollstuhlparcours geweckt und wie Blindenleitsysteme funktionieren, wurde mit verschiedenen Brillen und dem Langstock simuliert.
Zu den Aktionen gehörte außerdem der Skateboard- und Inlinerparcours sowie die Bus-Fahrschule der Rheinbahn, bei der die Kinder eine Busfahrt aus Sicht des Fahrers erlebten. Vermittelt wurde auch, wie wichtig es ist, sich im Bus sicher festzuhalten. Das Amt für Verkehrsmanagement lud alle Teilnehmenden zu einem Ausflug durch den Schilderwald ein.
Polizeifahrzeuge zum Anfassen, der Sportactionbus vom Stadtsportbund, die Bewegungswerkstatt, der Juxbike-Parcours, die Fahrradwerkstatt der Zukunftswerkstatt, der Rettungswagen der Feuerwehr und das Erste Hilfe Team des Malteser Hilfsdienst komplettierten das Angebot.