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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf: Für ein Wochenende „Fahrrad-Hauptstadt Europas“

Düsseldorf: Für ein Wochenende „Fahrrad-Hauptstadt Europas“

Von Ingo Siemes, Ute Neubauer
22. März 2026
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In acht Hallen und auf dem Außengelände präsentierte sich die Cyclingsworld auf dem Areal Böhler, Foto: Dirk Schmidt

Die Cyclingworld Europe hatte vom 20. bis 22. März seine Tore geöffnet und präsentierte unter anderem die Fahrradtrends der Saison 2026. Damit machten die Organisatoren Düsseldorf für ein Wochenende zur Fahrrad-Hauptstadt Europas. Neben Klassikern wurden auch technische Innovationen gezeigt, die in der Fahrradszene neue Maßstäbe setzen. Neu war auch die Ausstellungsfläche auf dem Gustaf-Gründgens-Platz, wo man sich bei freiem Eintritt informieren konnte und auch Probefahrten waren möglich.

Clara Gerlach begrüßte die Teilnehmer*innen des Rave, Foto: Dirk Schmidt

Rund 500 Teilnehmer*innen beteiligten sich am Rave, Foto: Dirk Schmidt

Eröffnet wurde die Cyclingworld am Freitagabend (20.3.) mit einer Premiere: dem Dom Whiting Fahrradrave. Rund 500 begeisterte Radfahrer*innen schlossen sich dem Rave mit dem bekannten DJ an, der Radfahren mit Musik verbindet und dabei sein komplettes Equipment auf dem Rad dabei hat. Gestartet wurde im Hofgarten und von dort ging es durch die Stadt zum Areal Böhler, wo die Messe die Radler*innen begrüßte.

Dom Whiting führte den Rave an – hier bei der Ankunft am Areal Böhler, Foto: Dirk Schmidt

Urban Hub

Die achte Auflage der Cyclingworld setzte neue Maßstäbe, denn sie ist so stark gewachsen, wie nie zuvor. Im Vergleich mit dem Vorjahr drängten 80 neue Marken auf die Messe, da stieß das Areal Böhler deutlich an seine Grenzen. „Da haben wir uns gefragt, warum gehen wir nicht auch mitten in die Stadt hinein und eröffnen uns neue Zielgruppen? Warum nicht die Laufkundschaft direkt in der City auf den Fahrrad-Geschmack bringen?“, erläuterte Cyclingworld-Mitarbeiter Kai Fischer. „Die urbane Mobilität besteht ja zunehmend aus Radverkehr.“

David Rüdiger (CMD) und Kai Fischer am Urban Hub, Foto: Dirk Schmidt

Deshalb baute die Cyclingworld auf dem Gustaf-Gründgens-Platz erstmals den sogenannten Urban Hub auf. 20 Stände verschiedener Fahrrad- und Zubehörmarken, die Radsportjugend NRW, ein vom Sportactionbus betreuter Hindernisparcours, die Polizei, das Infoportal und die Verkehrswende-Agentur rund ums Thema Lastenrad Cargobike.jetzt sowie Fahhrad-Teststrecken im Hofgarten und rund ums Dreischeibenhaus verwandelten das Areal vor dem Schauspielhaus in einen offenen Erlebnisraum für Familien und Passanten.

Bei freien Eintritt gab es am Wochenende viele Besucher*innen am Urban Hub, Foto: Dirk Schmidt

Im Hofgarten war eine Teststrecke für Probefahrten eingerichtet, Foto: Dirk Schmidt

Kinder konnten ihre ersten Runden auf Laufrädern jeglicher Größe dregen. Ältere Kinder meisterten einen Hindernis-Parcours und probierten verschiedene Räder aus. Auch Lastenräder konnten Interessierte testen. Mitmachstationen, Gewinnspiele und kleine Challenges sorgten für regen Besuch auf dem Platz. „Ich bekommen meinen Sohn gar nicht mehr vom Hindernis-Parcour runter“, meinte Mia lächelnd. „Zuerst hat er sich kaum getraut, aber nachdem er ein paar Runden geschafft hatte, wurde er immer mutiger.“ Das brachte ihre Nachmittagsplanung komplett durcheinander, wollte sie doch eigentlich nur kurz über die Schadowstraße streifen. „Da Niklas jetzt in das Alter kommt, indem er ein eigenes Fahrrad benötigt, sind wir eben von der Schadowstraße abgebogen“, so Mia und freut sich über die Begeisterung des Nachwuchses. Genau das wollten die Cyclingworld Europe-Macher mit dem Urban Hub erreichen: Laufkundschaft auf den Fahrrad-Geschmack bringen.

Viele Besucher kamen zur Cyclingworld im Areal Böhler, Foto: Dirk Schmidt

Voll war es nicht nur auf dem Gustaf-Gründgens-Platz. Auch auf dem Areal Böhler drängten sich die Zweirad-Interessierten über das ganze Wochenende. Überall wurde gefachsimpelt, die Aussteller präsentierten ihre Neuheiten und natürlich konnte auch viel probiert werden. Der ADFC war ebenso mit einem Stand vertreten wie die Verkehrswacht und visit Düsseldorf. Zu den rund 35.000 Besucher*innen gehörten zahlreiche Händler*innen, aber die knapp 400 Aussteller*innen freuten sich auch über viele gut informierte private Radler*innen. Die Cyclingworld präsentierte sich auf circa 26.000 Quadratmeter auf dem Areal Böhler auf dem Außengelände und in acht Messehallen. Zum umfangreichen Rahmenprogramm gehörten Ausstellungen, Testmöglichkeiten, Vorführungen und Austauschformate rund um Fahrradtechnik, Design, urbane Mobilität und nachhaltige Fortbewegung. Neben großen Herstellern nutzten auch kleinere Marken die Bühne.

„Die Cyclingworld Europe 2026 war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Meilenstein: Noch nie durften wir so viele Besucher begrüßen, und gleichzeitig war die Atmosphäre so entspannt und inspirierend wie selten zuvor“, sagt Messechef Stefan Maly. Besonders der Urban Hub habe „neue Perspektiven aufgezeigt“, die man gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf weiterentwickeln wolle.

Die nächste Cyclingworld Europe findet vom 12. bis 14. März 2027 erneut in Düsseldorf statt.

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