Düsseldorf: Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse fördert erste Bürgerprojekte

Rund ein Jahr nach der Vorstellung der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf können jetzt die ersten geförderten Projekte starten. Die mit 20 Millionen Euro ausgestattete Stiftung wurde zum 200. Geburtstag der Stadtsparkasse gegründet und hat unter anderem das Ziel, die Bürger*innen aktiv bei der Gestaltung einer klimafreundlichen und lebenswerten Region zu unterstützen. Im Mittelpunkt soll dabei die Umsetzung lokaler Projekte stehen, bei denen Menschen, Vereine und Organisationen eigene Ideen verwirklichen können und damit zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Im ersten Schritt wurden jetzt 50.000 Euro aufgeteilt auf 14 Projekte ausgeschüttet.
Da die Stiftung das Ziel hatte, auch Bürger*innen zum Einreichen ihrer Ideen zu motivieren, die nicht zum Kreis derer gehören, die schon öfter Projektanträge gestellt hatten, wurde von Beginn an mit der Hochschule Düsseldorf zusammengearbeitet. Dr. Dahm betonte, dass es neben den großen Leuchtturmprojekten in der Stadt, um die Ideen der Bürger*innen in ihrem persönlichen Umfeld gehe, da die Menschen am besten beurteilen könnten, was es braucht.

Kuratorium, Bürgergremium, das Team der Hochschule und die Projekteinreicher waren am Freitag zur Stadtsparkasse gekommen
HSD-Professorin Anne van Rießen und ihr Team leisteten viel vorbereitende Arbeit. Fünf Termine an verschiedenen Orten wurden organisiert, um Interessierte mit ihren Ideen zu erreichen. Dass war so erfolgreich, dass schließlich 23 Projektanträge mit unterschiedlichen Budgets mit einem Gesamtvolumen von 126.000 Euro eingereicht wurden. Doch maximal 50.000 standen für die erste Phase zur Verfügung. Um die Projekte aus möglichst vielen Perspektiven zu beurteilen, wurde als Jury ein Bürgergremium aus 15 Mitgliedern gegründet. Dieses wurde nach strengen Kriterien aus 70 Bewerber*innen gewählt. Dabei spielten neben Geschlecht, Alter, Wohnort und Bildungsstand auch eine Rolle, ob Menschen sich bereits im Umfeld des Gemeinschaftswohl engagiert hatten.
Nach ersten Kennenlernterminen ging es dann Anfang Dezember 2025 daran, aus den eingereichten Ideen diejenigen auszuwählen, die eine Förderung erhalten sollen. Wie van Rießen beschrieb, wurde stundenlang abgewogen und diskutiert, aber schließlich entschied man sich erfolgreich für 14 Projekte. Die Projekte enthalten Maßnahmen, um die Heimat ein Stück grüner und lebenswerter zu gestalten. Diese umfassen Initiativen zum Klima- und Umweltschutz über soziales Engagement und Bildung bis hin zu Quartiersprojekten. „Es ging uns nicht darum, perfekte Konzepte zu erhalten, sondern vielmehr darum, Visionen wachsen zu lassen und ihnen Raum zur Entfaltung zu geben“, betont Professorin Anne van Rießen.
Die Fördersumme von 50.000 Euro geht an folgende 14 Projekte
Überreicht wurden die Schecks von den beiden Geschäftsführern der Stiftung Nachhaltigkeit Thibauld Berly und Tatiane Helfrich.
Realschule Friedrichstadt: 5.300 Euro, für den Aufbau eines Schulgartens, der auch für Freiluftunterricht genutzt wird.

Die Realschule Friedrichstraße kann nun mit 5300 Euro einen Schulgarten einrichten
Garather Kinderparlament: 300 Euro, für eine „qualmfreie“ Zukunft durch die Errichtung rauchfreier Zonen in Garath-Hellerhof.

Das Kinderparlament in Garath kämpft mit 300 Euro gegen die Kippen im Stadtteil
Blockblocks Cleanup gGmbH: 5.000 Euro, für interaktive Workshops an Grundschulen zum Schutz von Flüssen und Meeren – sowie gemeinsame Aufräumaktionen an lokalen Gewässern.

Victoria Blocksdorf freute sich über 5000 Euro für die Cleanups
Benrather Initiative für Nachhaltigkeit: 5.000 Euro, für die Verwandlung der ca. 700 – 800 m² großen Rasenfläche an der Skulptur „Ahornsamen“ in eine insekten und menschenfreundliche Blühwiese.

Eine Blühweise will die Benrather Initiative Nachhaltigkeit mit 5000 Euro realisieren
Die WORRI-Initiative: 3.910 Euro, für die ökologische Aufwertung der Worringerstraße durch Anlegen von Nistkästen für Spatzen und Meisen sowie der Bepflanzung von Baumscheiben und der Verkehrsinsel.

Die Worringer Straße soll ökologisch aufgewertet werden und die Initiative erhält dafür 3910 Euro
Sabine Wenkums: 5.000 Euro, für die Entwicklung des Prototyps eines dreistöckigen Trinkbrunnens für kleine Tiere, Vögel, Insekten und Menschen.

Ein Trinkbrunnen der besonderen Art soll mit 5000 Euro entwickelt werden
Bettina Cornelius-Hassoun: 141,24 Euro, für die Bepflanzung der Baumscheibe einer Platane mit Wildblumen und Gräsern.

Ein kleines Projekt, aber ein sinnvollen: die Bepflanzung einer Baumscheibe
Werbegemeinschaft Eller: 3.500 Euro, für den Ausbau der Naturschutz-Verschönerungsinitiative in Eller durch ca. 40 neu geschaffene Blumenoasen, den „Dreck-weg-Tag“ und Hundeboxen in Eller.

Die Werbegemeinschaft Eller plant einige Projekte und erhält dafür 3500 Euro
Luisen-Gymnasium Düsseldorf: 5.000 Euro, für die Entstehung eines Schulgartens zur Einbindung in die Arbeitsgemeinschaft und den Unterricht.

5000 Euro fließen in die Beetgestaltung des Luisen Gymnasiums
Katholische Jugendagentur Düsseldorf: 2.820 Euro, für die Errichtung von Fledermauskästen und Insektenhotel.

Die katholische Jugendagentur will mit 2820 Euro junge Menschen für die Natur begeistern
Bürgerinitiative Düsselspatz/Pro Düsseldorf: 5.000 Euro, für die Rückkehr des Haussperlings durch Errichtung von Nistkästen, Aufklärungs- und Mitmachaktionen.

Düsselspatz versucht den Lebensraum für und die Population von Spatzen in Düsseldorf zu erhalten und erhält eine Förderung von 5000 Euro
Ökumenische Hospizbewegung Düsseldorf Süd: 4.430 Euro, für die Anschaffung eines E-Bikes für die Palliativ- und Hospizarbeit.

Ein Lastenrad möchte die Ökumenische Hospizbewegung in Garath für 4430 Euro anschaffen
Pro Düsseldorf: 1.000 Euro, für die Unterstützung des „Dreck-weg-Tages“ 2026.

Der Dreck-weg-Tag 2026 erhielt 1000 Euro
Stadtteilladen Wersten: 3.600 Euro, für umweltpädagogische Angebote für Kinder in einem 2.500 m² großen Nachbarschaftsgarten.

3600 Euro gab es für den Stadtteilladen Wersten
Dr. Stefan Dahm, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Dass wir heute hier stehen, zeigt, wie richtig die Entscheidung war, eine Bürgerbeteiligung einzurichten. Ich bin mir sicher, dass Ihre Taten Wirkung zeigen werden.“

Sparkassen-Vorstand Dr. Stefan Dahm bei der Begrüßung