Düsseldorf: Jubiläums-Laserschau bei der Prinzengarde Blau-Weiss

Die Prinzengarde Blau-Weiss feiert in dieser Session ihr Jubiläum von 9×11 Jahren. Als wären die Kostümsitzungen der Gesellschaft nicht sowie immer ein Erlebnis, hatten die Organisatoren am Samstagabend (7.2.) eine Überraschung für die Gäste: eine Jubiläums-Laserschow.
Mit seiner ganz besonderen Trompeten-Lasershow nahm Lutz Kniep die Gäste mit auf die Zeitreise. Von der Gründung des einstigen Reitercorps im Jahr 1927 ging es zum Wandel zur Venetiengarde drei Jahre später und zur Freundschaft mit den Mainzer Karnevalisten, die auf das Jahr 1935 datiert wird. Dargestellt wurde der erste Bunte Abend nach dem 2. Weltkrieg, der 1948 stattfand, die erste Verleihung der Goldenen Pritsche an Franz Josef Strauß (1984) und die Geburtsstunde der Künstlerorden-Edition im Jahr 2000. Mit der Gründung der Kindertanzgarde (2008) und der Wahl von Ute Heierz-Krings zur ersten Präsidentin vor zwei Jahren illuminierte Kniep ein Dutzend Highlights aus der fast zehn Dekaden währenden Vereinsgeschichte. Das Publikum war begeistert und applaudierte lang. Unter den Gästen waren auch Oberbürgermeister Stephan Keller, Regierungspräsident Thomas Schürmann und der Präsident des Comitees Düsseldorf Carneval (CC) Lothar Hörning. „Auch ich habe beim Zuschauen ein paar Tränchen verdrückt…“, räumte die Blau-Weiss-Präsidentin Ute Heierz-Krings ein.

Barbara Morschhoven ist neues Ehrenmitglied bei Blau-Weiss
Sie sorgte später noch für große Emotionen bei Enrico Schwerdtner und Barbara Morschhoven. Schwerdtner wurde für seine elfjährige Mitgliedschaft und seinen Einsatz als Adjutant für die Venetia geehrt. Morschhoven wurde als zweifache Jagdherrin und amtierende Schatzmeisterin, die den Club in die schwarzen Zahlen zurückführte, zum Ehrenmitglied ernannt. „Ich bin total überrascht und überrumpelt“, gestand Morschhoven.

Bei Blau-Weiss erhält die Venetia zuerst das Wort
Für Venetia Nicole war es am Samstagabend ein Heimspiel im Rheinlandsaal des Hilton. Sie wird ja während der Session von der Prinzengarde Blau-Weiss beschützt, weshalb die Garde auch den Beinamen „Leibgarde der Prinzessin Venetia“ trägt. Daher ist es Tradition, dass auf Blau-Weiss-Veranstaltungen nicht der Prinz, sondern die Venetia zuerst das Wort ergreifen darf. „Wir sind die Leibgarde der Venetia, da bekommt die Venetia auch als Erste das Mikrofon“, betonte Ute Heierz-Krings. Auf der Bühne überzeugte Nicole mit humorvoller Heiterkeit. „Andreas, was trägst denn du für eine Brille?“, meinte sie zum Blau-Weiss-Senatssprecher Andreas Meyer-Falcke. Meyer-Falcke trug eine pinke Brille und gestand: „Die blaue Brille habe ich zu Hause vergessen.“ „Nicht schlimm, dann spendierst du eben eine Runde für die Prinzengarde,“ stellte die Venetia fest. Das alles und noch viel mehr, passierte bevor Prinz Marcus auch nur ein Wort sagen konnte.

De Boore
Die Blau-Weiss-Präsidentin hatte am Samstagabend eine Menge zu tun, musste sie doch ein fast fünfstündiges Programm über die Bühne bringen. Das närrische Publikum im fast ausverkauften Rheinlandsaal genoss das Orchester Michael Kuhl als Sitzungsbegleitung, ließ sich von den Farellos, Tacheles, Et Zweijestirn, De Boore, den Swinging Funfares und der Rhythmussportgruppe mitreißen. Die emotionalsten Momente aber waren die beiden Auftritte der Blau-Weiss-Tanzgarde, die einmal mit dem Gardetanz überzeugte und zum zweiten einen historisch-tänzerischen Rückblick auf die reichhaltigen Geschichte der Prinzengarde präsentierte.

Der Showtanz der Tanzgarde