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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: “HISPI House of Friends“ bietet Perspektiven für Geflüchtete

Düsseldorf: “HISPI House of Friends“ bietet Perspektiven für Geflüchtete

Von Ute Neubauer
26. September 2024
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Die Teilnehmer*innen mit OB Keller, Miriam Koch und dem Hispi-HoF-Team

Ende Februar diesen Jahres stellten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Dezernentin Miriam Koch und Karin Diane Jungjohann das Projekt “House of Friends” (HoF) vor. In einem ehemaligen Hotel am am Worringer Platz sollte ein Modellprojekt für Geflüchtete starten, das eine neue Qualität der Förderung und der Integration zum Ziel hat. Sieben Monate später, am 26. September, wurde feierlich Eröffnung gefeiert.

Das Hotel Friends am Worringplatz ist jetzt das HoF – House of Friends

In dem ehemaligen „Hotel Friends“ erhalten 40 Geflüchtete aus benachteiligten Gruppen wie alleinreisende Frauen, Auszubildende, LSBTIQ+-Personen und Wohnungslose mit Fluchtgeschichte neben einer Unterkunft auch die Chance auf Beratung und Qualifikation. Acht sind bereits eingezogen, weitere stehen kurz davor. “Hispi – Hilfe bei der sprachlichen Integration” begleitet das Projekt vor Ort . Karin Diane Jungjohann und die Personal-Fachfrau Barbara Demmer leiten das Projekt und werden dabei von bewährten Hispi-Ehrenamtler*innen unterstützt.

Merhawi Tewelde aus Eritrea ist einer von acht Teilnehmenden, der sich bereits eingerichtet hat

Was es heißt Teilnehmer zu sein, haben die acht bereits eingezogenen Geflüchteten in den vergangenen Tagen und Wochen erlebt. Denn für den Projektstart mussten alle mit anpacken. Das Haus musste hergerichtet werden, Einrichtung ausgesucht und für den Tag der Eröffnung alles geputzt werden.

Hier ist bereits alles für den Einzug vorbereitet

Eine erste Bewährungsprobe für die acht, die bereits in ihrem Bewerbungsgespräch deutlich machen mussten, welche Ziele sie haben und wie sie diese erreichen wollen. Einige von ihnen haben bereits eine berufliche Qualifikationen, benötigen aber noch eine langwierige Anerkennung, bis der Beruf in Deutschland ausgeübt werden darf. Die Übergangszeit wollen sie überbrücken und neben der deutschen Sprache auch Tätigkeiten erlernen, in denen großer Bedarf ist: Jobs als Hausmeister oder im Hotel. Durch die Schaffung eines produktiven und sicheren Wohn-, Arbeits- und Lernumfelds soll ein vielfältiges Zusammenleben gefördert werden.

OB Keller als Schimherr bildet den Mittelpunkt der Fotowand, auf der sich die Bewohner*innen zeigen

Das Projekt bietet die Chance, die Arbeitsmarktintegration und das Konzept “Flüchtlingsunterkunft” neu zu denken und bisher ungenutzte Potenziale zu erschließen. Den Bewohner*innen werden Jobtrainings in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie angeboten. Geplant ist eine enge Kooperationen mit Akteur*innen aus der Privatwirtschaft, um das Angebot mit weiteren Arbeits- und Lernangeboten zu bereichern. So gehörte auch Nina Thea Ungermann von der Brauerei Schumacher zu den Gästen bei der Eröffnung. Sie hat bereits mehreren Geflüchteten Ausbildungsplätze angeboten und eingestellt. Gleichzeitig wird ein enger Austausch mit den zuständigen Ämtern gepflegt, denn das Projekt richtet sich an Geflüchtete, die älter als 18 Jahre sind und entweder eine Duldung oder eine Gestattung haben.

Im Erdgeschoss ist die Gemeinschaftsküche und der Aufenthaltsbereich

Die Vereinbarungen mit den Geflüchteten sollen in der Regel über 12 Monate mit der Option auf eine Verlängerung laufen. Die Hoffnung ist, dass die Teilnehmenden nicht nur zeitnah in den Arbeitsmarkt integriert werden, sondern auch – was in Düsseldorf mehr als schwierig ist – eine Wohnung finden.
Die Wohnungen im Hotel sind auf Selbstversorgung ausgelegt. Die Zimmer haben einen Kühlschrank, je Etage gibt es eine Kochmöglichkeit und regelmäßiges gemeinsames Kochen in der großen Küche gehört zum Konzept. Im Erdgeschoss des Hotel befindet sich außerdem ein großer Eventbereich, der durch die Bewohner*innen bewirtschaftet werden könnte.

Viele Gäste waren zur Einweihung gekommen

Erste Erfahrungen konnten die Teilnehmer*innen bei der Eröffnung sammeln. Dort testeten sie in der Praxis, was sie zuvor gelernt haben: aktive Mitarbeit im Service und Kontakt mit den Gästen.

“Mit dem Projekt ‘House of Friends’ möchten mein Team und ich einen Ort schaffen, an dem geflüchtete Menschen in der Duldung nicht nur berufliche Perspektiven erhalten, sondern auch das Gefühl, aktiv Teil unserer Gesellschaft zu sein”, sagt Karin Jungjohann, Geschäftsführerin HISPI. “Wir glauben fest daran, dass die Integration durch Bildung und praktische Erfahrung der Schlüssel zu einem starken, vielfältigen und zukunftsfähigen Miteinander ist.”

(v.l.) Barbara Demmer und Karin Diane Jungjohann leiten das Projekt

Es gibt noch frei Plätze im Projekt und bei Interesse gibt es hier Informationen, wie man sich bewerben kann.

StichworteGeflüchteteHispiIntegration
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