Düsseldorf Rheinufer: Menschenkette fordert Neuanfang bei Klimaschutz und Demokratieschutz

Unter dem Motto „Es brennt“ hat eine Menschenkette zwischen der Landtagswiese in Düsseldorf und dem Restaurant KIT haben zahlreiche Organisation am Samstag (3.10.) auf die immer heftiger werdenden Folgen des Klimawandels und die Gefahren für Demokratie und Frieden aufmerksam gemacht. Über eine Länge von rund 300 Metern fassten sich zahlreichen knapp 300 Menschen jeden Alters an den Händen und standen ab 12 Uhr schweigend in Mittagssonne. Anschließend hielten sie symbolisch weiße Blätter hoch. Diese waren Zeichen dafür gedacht, dass es einen gesellschaftlichen und politischen Neuanfang braucht.

Weiße Blätter als Symbol für einen dringend nötigen Neuanfang.
In vielen deutschen Städten unterwegs
Ähnliche Aktionen gab nach Angaben der OrganisatorInnen in zahlreichen deutschen Städten. Eine zentrale Protestachse sollte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit dem Bundeskanzleramt in Berlin verbinden.
„Die Lebensgrundlagen schützen“
Das Bündnis aus mehr als 20 Organisationen versteht die Aktion überparteilich und ausdrücklich breiter als eine reine Klimademonstration. „Es geht natürlich auch um das Klima – aber es geht um sehr viel mehr”, so Maiken Winter, Initiatorin der Aktion. „Denn Klimaschutz, Naturschutz, Frieden, Demokratie, Gerechtigkeit – all das bedingt sich gegenseitig. Um unsere Lebensgrundlagen zu schützen, müssen wir diese Bereiche viel mehr zusammen denken und uns noch stärker zusammenschließen. Es geht darum, gemeinsam nach vorne zu sehen und zusammen eine Zukunft zu ermöglichen, in der wir gut innerhalb der Grenzen der Erde leben können.”
Schutzpflicht des Staates für künftige Generationen
Am Tag der Deutschen Einheit sollte sichtbar werden, dass der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen keine Frage einzelner Milieus ist, sondern alle verbindet. Auch der Startpunkt hatte Symbolkraft. Artikel 20a des Grundgesetzes verpflichtet den Staat, die natürlichen Lebensgrundlagen auch in Verantwortung für künftige Generationen zu schützen – 2021 hat das Bundesverfassungsgericht daraus eine konkrete Schutzpflicht des Staates gegenüber zukünftigen Generationen abgeleitet.