Düsseldorf Pempelfort: 20 Jahre Oxfam auf der Nordstraße

Von außen sieht der Oxfam-Shop an der Nordstraße wie ein normales Ladenlokal aus. Das Angebot drinnen geht von Kleidung über Accessoires, Bücher, Kinderspielzeug, Haushaltswaren und vieles mehr. Eine ungewöhnliche Mischung – ebenso ungewöhnlich wie „Oxfam“ selber. Denn der Name steht für Oxford Committee for Famine Relief (Oxforder Komitee zur Bekämpfung von Hungersnöten), das 1942 in Oxford gegründet wurde. Ziel ist es seitdem sich weltweit für Armutsbekämpfung, Nothilfe und für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen. Das gilt für Menschen in armen Ländern, denen Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung, Trinkwasser, Hygiene-Einrichtungen sowie eine Existenzgrundlage ermöglicht werden soll. Aber auch in vermeintlich reichen Ländern gibt es Ungerechtigkeiten, gegen die Oxfam kämpft.

Ein ganz besonderer Laden, den es seit 20 Jahren an der Nordstraße gibt
In Deutschland gibt es über 50 Oxfam-Läden, in denen gespendete Dinge verkauft werden, die dann die Finanzierung von Projekten ermöglichen. Zwei der Läden sind in Düsseldorf und der auf der Nordstraße feierte am Donnerstag (1.7.) seinen 20. Geburtstag. Während im Laden die Kunden das Angebot in Augenschein nahmen, wurde in Lagerraum fröhlich gefeiert. Denn die Besonderheit von Oxfam ist nicht nur das breite Angebot an verschiedensten Dingen, er wird auch ehrenamtlich von rund 70 Frauen betrieben, von denen einige von Anfang an dabei sind.

Wo sonst die Ware sortiert wird, wurde am Donnerstag gefeiert
Eine der Gratulantinnen war Bürgermeisterin Clara Gerlach, die den Laden schon lange kennt. „Ich habe lange in Pempelfort gelebt. Der Shop gehört für mich einfach zur Nordstraße und ist ein wichtiger Treffpunkt im Viertel.“ Beeindruckt zeigte sich Gerlach vom Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Frauen und bezeichnete es als „geballte Frauenpower“. Der Shop stehe für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und nachhaltigen Konsum. „Wir haben ohnehin viel zu viel von allem. Hier kann man mit einem guten Gefühl einkaufen und gleichzeitig etwas Gutes tun“, betonte Gerlach. Gleichzeitig sei der Laden ein wichtiger Ort der Begegnung: „Hier kommt man ins Gespräch, auch über Themen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Die Ehrenamtlichen schaffen Aufmerksamkeit für andere Menschen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft.“

Alle Beschäftigten im Laden arbeiten ehrenamtlich
Auch Marlen Koplin von der Freiwilligenzentrale Düsseldorf hob die Bedeutung des Oxfam Shops hervor. Seit zwei Jahrzehnten sei der Laden ein „Herzensprojekt“ und zugleich ein verlässlicher Partner der Freiwilligenzentrale. „Ehrenamtliches Engagement gelingt dort, wo Menschen sich wohlfühlen“, erklärte sie. Der Shop verbinde lokales Einkaufen mit einem konkreten Beitrag für die Gemeinschaft und leiste damit wichtige Quartiersarbeit. Gleichzeitig zeige er eindrucksvoll, wie vielfältig und wirkungsvoll ehrenamtliches Engagement sein könne.

Zum Angebot gehört auch ein großes Büchersortiment
Im Laden wurde der Einkauf musikalisch am Piano und mit Gesang begleitet. An der Kasse durften alle Kunden am Glücksrad drehen und sich so attraktive Rabatte sichern. Wer wollte erhielt außerdem Informationen über die aktuelle Oxfam-Kampagne „Solidarität nicht kaputtsparen! Gemeinsam für Frauenrechte“.
Weitere Informationen über die Arbeit von Oxfam finden sie hier.