Düsseldorf: MK Mindener rollt Fall von 2016 neu auf und plakatiert erneut die Phantombilder

Am Freitagnachmittag des 3. Juni 2016 wurde der 68-Jährige Hans-Gert L., genannt „Lemmy“, in seiner Wohnung an der Mindener Straße 101 schwer verletzt aufgefunden. Trotz aller Bemühungen eines Notarztes starb er kurze Zeit später am Einsatzort. Schnell war klar, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Die Beamt*innen sicherten Spuren, befragten Zeugen und werteten Videomaterial aus. Bis heute konnten keine Täter ermittelt werden, weshalb die zuständigen Ermittler der “MK Mindener” sich erneut an die Öffentlichkeit wenden und mithilfe eines Fahndungsplakats nach weiteren Zeugen suchen.
Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Opfer damals am Tattag bei der Bank Geld abheben wollte. Mangels Deckung war dies nicht erfolgreich und er ließ sich von einem Freund kurz vor 12 Uhr wieder an seinem Haus an der Mindener Straße 101 absetzen. Offenbar öffnete er danach seinen mutmaßlichen Tätern selbst die Tür. Nachbarn nahmen gegen 13:45 Uhr einen lauten Knall und Geräusche aus der Wohnung wahr. Anschließend stürmten zwei Männer aus dem Haus. Hans-Gert L. schaffte es damals gerade noch seine Tür zu öffnen, bevor er zusammenbrach und auch der Notarzt nichts mehr für ihn tun konnte.
Seither sucht die Polizei nach den beiden Männern, die fluchtartig das Haus verlassen hatten. Einer von ihnen soll eine Jacke mit einem Posthorn oder einem DHL-Logo getragen haben. Zeugen hatten noch gesehen, wie sie zu Fuß in Richtung Markenstraße liefen. Auch die Überwachungskamera einer damaligen Baustelle konnte die Tatverdächtigen schemenhaft bei der Flucht aufnehmen. Die Tatverdächtigen sind nach dem Verlassen des Hauses die Mindener Straße nach rechts weitergelaufen. Hier überquerten sie die Markenstraße und dürften dann entweder weiter geradeaus in Richtung Heerstraße und Im Liefeld oder, dem Straßenverlauf nach links über die Brücke folgend, in Richtung Ronsdorfer Straße geflüchtet sein.
Aber auch die damals gefertigten und veröffentlichten Phantombilder führten nicht zur Ergreifen der Täter. Mit Fahndungsplakaten rufen die Ermittler seit Donnerstag (1.7.) die Bürger*innen erneut auf, Hinweise zu geben.

Pantombilder: Polizei Düsseldorf
Die beiden Tatverdächtigen sahen damals wie folgt aus:
Der erste Verdächtige war etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß. Er hat ein südländisches Aussehen mit einer schlanken Statur. Sein Haar war lediglich zwei bis drei Zentimeter kurz und dicht, aber dennoch nach hinten gegelt. Die Seitenpartien waren nochmals deutlich kürzer geschoren. Er war mit einem schwarzen T-Shirt mit weiß abgesetzten Ärmeln sowie einer hellen Hose bekleidet. Zudem trug er Turnschuhe oder sportliche Freizeitschuhe.
Der zweite Tatverdächtige war damals 20 bis 30 Jahre alt und auch etwa 1,80 Meter groß. Er hatte einen dunklen Vollbart (“5-Tage-Bart”), sein Haar war mit einem schwarzen Käppi bedeckt. Auch er hat ein südländisches Aussehen, jedoch eine deutlich untersetztere, kräftige Statur. Er trug dunkle Oberbekleidung mit einer auffallenden “Posthorn”-Abbildung oder -Applikation und eine dunkle Cargohose. Zudem führte er eine dunkle Sporttasche mit sich. Nach Zeugenangaben soll er akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben.
Auch wenn bereits zehn Jahre vergangen sind, ermittelt die “MK Mindener” weiter und fragt: – Wer kennt die Männer und und/oder kann Angaben über mögliche Aufenthaltsorte machen? – Wer hat die Tatverdächtigen auf ihrer Flucht beobachtet und kann dazu Angaben machen? Vielleicht hat vor zehn Jahren jemand geschwiegen, der heute bereit ist, zu reden. Die Ermittler weisen zudem deutlich daraufhin, dass jede Angabe wichtig ist, auch wenn sie sich im Auge des Zeugen als vermeintlich uninteressant darstellt.
Hinweise nimmt die “MK Mindener” unter 0211-8700 entgegen.