Düsseldorf: 12.900 Zigarettenreste beim “Krimi-Kippen-Cleanup” am Samstag gesammelt

Tatort Joachim-Erwin-Platz am Samstagmittag: Passanten schlenderten zum Shoppen durch die Stadt, doch was war das? Offenbar die Umrisse einer Leiche waren mit Klebestreifen auf dem Pflaster markiert. Daneben zahlreiche Zigaretten im Großformat und viele blaue Kreise, als hätte dort die Spurensicherung bereits etwas gefunden.

Fast 13.000 Kippen wurden in den vier Stunden gesammelt
Dies war das Szenario, dass das Team von Blockblocks CleanUp am Samstag (11.4.) errichtet hatte und damit versuchte die Menschen zu motivieren, mehr über Kippen und ihre Folgen herauszufinden. Denn jeder der wollte, konnte Detektiv spielen und sich auf Spurensuche begeben. An zehn Stationen, jeweils markiert durch eine XXL-Zigarette, galt es Fragen zu beantworten. Die richtigen Lösungen ergaben das Lösungswort – hier kann mitgeraten werden:


Alles, was man für das Detektivspiel und den damit verbundenen Cleanup brauchte (Handschuhe, Greifer, Eimer und Müllsäcke) gab es vor Ort. Bei bestem Wetter ließen sich zahlreiche Passanten motivieren mitzumachen. Sensationelle 12.900 Zigarettenkippen wurden zwischen 12 und 16 Uhr gesammelt – und das nur in der Umgebung des Joachim-Erwins-Platzes!

Zahlreiche Detektive und Helfer*innen engagierten sich
Eine richtige Antwort beim Quiz war auch, dass die Stadt Düsseldorf ein Bußgeld von 50 Euro für eine weggeworfene Kippe verlangen kann. Man stelle sich vor, die Mitarbeitenden vom Ordnungsamt würden nur testweise an einem sonnigen Tag auf die Jagd gehen. Für anderen Unrat, den Menschen achtlos in die Umwelt werfen, anstatt Mülleimer zu nutzen, sind übrigens auch Strafen vorgesehen. Gemäß § 2 der Düsseldorfer Straßenordnung (DstO) ist für die Ahndung von nicht beseitigten Verunreinigungen auf Straßen, Wegen, Plätzen und in Anlagen vorgesehen: Hundekot nicht ordnungsgemäß entsorgen 100 Euro, Hausmüll in oder an öffentlichen Abfalleimern entsorgen 100 Euro sowie Obst-, Essensreste, Kaugummi, Dosen, Flaschen, Tetra-Packs, Abfall wie Pommestüten, Pizzakartons oder ähnliches wegwerfen 50 Euro.

Am Samstagmittag war es voll in der Stadt und einige Passanten blieben interessiert stehen
Die Aktion war Teil des von der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf geförderten Projekts „Sauberes hier, sauberes Morgen“. Dabei gibt es in allen Stadtbezirken Termine, bei denen sich zeigt, dass alle gemeinsam den Unterschied in den Vierteln machen können – und wie man schon mit dem Sammeln von Kippen große Wirkung erzielt.

In den Ritzen zwischen den Steinen war es schwierig die Kippen herauszubekommen – wer da ein volles Eimerchen zusammenbekam, war fleißig unterwegs
App „CleanEarn“
Nicht nur am Samstag auf dem Joachim-Erwin-Platz, auch in Benrath engagieren sich Christina und Ilja für eine saubere Umwelt und gemeinschaftliche Aktionen. Um noch mehr Menschen dafür zu gewinnen, haben sie die App „CleanEarn“ entwickelt. Damit werden die Bürger*innen für das Müllsammeln belohnt. Das funktioniert über ein Punktesystem, die dann in echte Prämien eingetauscht werden können. Ein Foto vom Müll wird hochgeladen, der Standort markiert und damit der Einsatz dokumentiert. Noch ist der Prämien-Shop im Aufbau und es werden lokale Partner gesucht. Blockblock Cleanup ist auch schon dabei. Die App gibt es nicht im App-Store, kann aber hier heruntergeladen werden: https://cleanearn-blush.vercel.app/

Ilja und Christina haben eine App entwickelt, um noch mehr Menschen zum Mitmachen zu motivieren
Der nächste Termin „Sauberes hier, sauberes Morgen“
Am 23. Mai 2026 gibt es unter dem Titel „Lebensraum Stadt“ ein Cleanup und eine anschließende Fledermaus-Führung im Schlosspark Benrath.
Parks, Grünanlagen und urbane Freiflächen sind Orte der Erholung für uns Menschen. Gleichzeitig sind sie aber auch Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Mit der Aktion zum Thema „Lebensraum Stadt“ soll genau darauf aufmerksam gemacht werden. Gemeinsam werden die Teilnehmenden aktiv. Was auf den ersten Blick wie gepflegte Parkfläche wirkt, ist in Wahrheit ein sensibles Ökosystem. Vögel brüten im Gebüsch, Insekten finden Nahrung auf Wiesen, Fledermäuse jagen in der Dämmerung, und unzählige Kleinstlebewesen leben im Boden. Müll, Lärm, Trittschäden oder achtloses Verhalten stören diese Lebensräume oft unbemerkt. Genau hier setzt die Aktion an: Gezeigt wird, dass städtische Natur Schutz braucht – und dass alle Teil dieses Systems sind. Weitere Infos gibt es hier.