Düsseldorf: AOK Rheinland/Hamburg ist jetzt an der Steinstraße zu finden

Seit 1904 waren die Gebäude an der Kasernenstraße das Zuhause der AOK in Düsseldorf. Sie wurden für die Krankenkasse errichtet und dort eröffnete 1910 die Zahnklinik, die bis heute zu den besonderen Angeboten der AOK zählt. Doch was damals als Fortschrittlich galt, konnte die Ansprüche an moderne Büros der heutigen Zeit nicht mehr erfüllen. So zog die Unternehmenszentrale bereits 2024 in das TONIQ2 an der Wanheimer Straße in der Airport City. Am Dienstag (7.4.) wurden nun auch die Geschäftsstelle, das AOK-Zahnzentrum und der Kinder- Erlebnisraum „U-Boot“ neu eröffnet. Sie sind ab sofort an der Steinstraße 5 zu finden, auf der Fläche des Sevens, auf der es früher den Saturn gab. Noch ist das Gebäude von außen mit einem Gerüst versehen, aber innen dürfen sich Kunden und Gäste bereits über eine ausgesprochen ansprechende Umgebung freuen.

Moderiert von André Scheidt erklären Stefanie Betzer und Thomas Schultes die Vorzüge des neuen Standorts
Im Rahmen einer Feierstunde fand die Eröffnung statt und dafür war der Tag, der 7. April, bestens gewählt, denn es ist der Weltgesundheitstag. Zahlreiche Gäste aus der Stadtgesellschaft nahmen teil. So ließ es sich Oberbürgermeister Dr. Stephan nicht nehmen ein Grußwort zu sprechen. Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, betonte die Bedeutung des Standorts Düsseldorf für die Krankenkasse, der auf eine 120-jährige Vergangenheit zurückblickt und nun zukunftsweisend aufgestellt sei.
Mit dem Umzug bündelt die Gesundheitskasse ihre Service-, Beratungs- und Gesundheitsangebote an einem zentralen und gut erreichbaren Ort in der Innenstadt. Bereiche ohne direkten Kundenkontakt arbeiten bereits seit 2024 in der neugebauten Unternehmenszentrale TONIQ2 in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens.

Der Empfangstresen
Dort wurde bereits die neue Optik realisiert, die sich nun auch an der Steinstraße wiederfindet. Alles ist barrierefrei gestaltet, Pflanzen und Holzelemente verleihen eine angenehme Atmosphäre und die Versicherten der Krankenkasse werden in einer Umgebung empfangen, die eher an ein Wohnzimmer erinnert. Wie Stefanie Betzer, Regionaldirektorin Düsseldorf-Mettmann der AOK Rheinland/Hamburg betont, spreche man auch nicht von Kunden oder Versicherten, sondern von Gästen und die sollen sich wohl fühlen.

Wohnzimmeratmosphäre im Beratungsbereich
Nach dem Empfang an einem Tresen, der eher an die Lobby eines Hotels erinnert, werden die Menschen je nach Anliegen in Bereiche begleitet, die unterschiedliche Privatsphäre ermöglichen: offene Tische mit Stühlen, Gesprächsecken oder auch separate mit Glaswänden abgetrennte Zimmer. Die Berater*innen haben ihren Laptop dabei und können viele Anliegen sofort und unkompliziert regeln. Ist ein Fachberater erforderlich, wird an diesen vermittelt. Über Bildschirme können auch Sachverhalte gemeinsam betrachtet werden. „Neben der klassischen Beratung wird es auch Angebote, Informationen und kleinere Aktionen rund um Gesundheit und Prävention geben. Wir richten unseren Service noch stärker als bisher an den individuellen Bedarfen unserer Kundinnen und Kunden aus,“ erklärte Betzer.
Einen Eindruck davon konnte die Gäste bei der Eröffnung gleich persönlich bekommen, denn Lisa Maria Fox lud zu einer „Mental Health“ Erfahrung ein, bei der die Selbstwahrnehmung und die Selbstregulation probiert wurde. Denn Gesundheit sei nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, jeder könne mit kleinen Achtsamkeitsübungen zu seinem Wohlbefinden beitragen, vermittelte Fox. Dabei wies sie auch darauf hin, dass Beziehungen zu anderen Menschen ein wichtiger Faktor sei, der länger, glücklicher und gesünder Leben lasse.

Bald toben wieder Kinder durch das U-Boot
„Mit dem Standort an der Steinstraße schaffen wir einen gut zugänglichen Marktplatz für Gesundheitsthemen – einen Ort der Begegnung für alle Fragen rund um das Thema Gesundheit“, so Betzer. Das beginnt bereits bei den Kleinsten, denn auch der Kinder-Erlebnisraum „U-Boot“ ist mit umgezogen und bald werden dort die ersten Kita-Gruppen spielerisch die Bedeutung der Früherkennungsuntersuchungen U8 und U9 erleben. Jährlich gehen seit bereits 27 Jahren rund 3.000 Kinder mit dem „U-Boot“ auf Gesundheitskurs und zahlreiche Anmeldungen sind bereits eingegangen.

Das Mundhygienezentrum
Gleich daneben befinden sich die Räumlichkeiten des Mundhygienezentrums, das die AOK in Kooperation mit der Stadt und dem Gesundheitsamt betreibt. Hier steht die kindgerechte Vermittlung von Zahnpflege im Mittelpunkt. Ein besonderes Highlight ist der „Kariestunnel“, in dem Kinder spielerisch lernen, wie sie ihre Zahngesundheit selbst stärken können. Nachdem sie sich die Zähne mit einem speziellen Liquid geputzt haben, können sie selber bei Schwarzlicht erkennen, ob das ausreichen gut war. Mit dem Maskottchen, dem Krokodil Fred, lernen sie viel über gesunde Ernährung.

Das Zahnzentrum befindet sich in der 4. Etage
Modernste Technik und Ausstattung beeindruckt im neuen AOK-Zahnzentrum, in dem das gesamte Spektrum der zahnmedizinischen Versorgung abgedeckt wird. Für Patient*innen entsteht damit ein zusammenhängendes Angebot aus Vorsorge, Beratung und Behandlung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kieferorthopädischen und zahnmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in eigens dafür vorgesehenen Behandlungsbereichen.

Es gibt 20 Behandlungsplätze
Thomas Schultes, Geschäftsführer des AOK-Zahnzentrums, ist stolz auf die Räumlichkeiten auf rund 1000 Quadratmeter Fläche. An der Kasernenstraße lag die Praxis versteckt in der zweiten Etage. Nun ist alles hell, freundlich und barrierefrei ausgelegt. Ein Highlight ist der Wartebereich, der einen wunderbaren Ausblick auf die Kö ermöglicht.

Ein herrlicher Ausblick auf die Kö im Wartebereich
Unter den 40 Mitarbeitenden sind sechs Zahnärzt*innen, zwei Kieferorthopäd*innen und vier Kräfte für die Prophylaxe. Geöffnet ist morgens ab 7:30 Uhr und je nach Tag geht es bis 16 oder 18 Uhr. Ein eigenes Labor ist ebenso vorhanden, wie eine Einheit für die Sterilisierung der Geräte. Vom ersten Zahn über Kieferorthopädie, Wurzelbehandlung, Implantaten und sonstigem Zahnersatz wird alles unter einem Dach mit kurzes Wegen angeboten. Für Kinder gibt es speziellen Behandlungsliegen, bei denen bei Bedarf auch mit Lachgas Erleichterung verschafft wird.

Thomas Schultes führte durch die Räumlichkeiten, hier das moderne Labor
Die Gäste der Eröffnungsveranstaltung konnten sich von den Räumlichkeiten ein Bild machen und waren begeistert von den Angeboten des neuen Standorts.