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Home›Kultur›„Holy Shit“: Selbsterfahrung im Tanzhaus Düsseldorf

„Holy Shit“: Selbsterfahrung im Tanzhaus Düsseldorf

Von Birgit Koelgen
22. März 2026
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Im roten Licht wird applaudiert: Ben J. Riepe (im langen Kleid) inmitten seiner Helfer*innen nach der Vorstellung von „Holy Shit“ im Tanzhaus. Foto: bikö

Man war ja gewarnt. „Holy Shit“, eine „human experience“ des Performers und Choreografen Ben J. Riepe, sei „eine neue Erfahrung zwischen Schönheit und Zumutung“. Für die tapferen Besucher im Tanzhaus gibt‘s erst mal ein paar Anweisungen: Taschen abgeben, Schuhe ausziehen! Wohl dem, der Jogginghosen trägt. Im Saal, der mit weißem Teppich und wallendem Stoffdach als Himmelszelt verkleidet ist, hockt das Publikum am Boden, auf Kissen. In leicht angespannter Erwartung. Denn, so der Meister im schwarzen Trainingsanzug: „Wir sind alle zusammen auf der Bühne.“

Das hatten manche befürchtet, viele gehofft. Riepe, der in Flingern den „Freiraum“ betreibt, einen „kollaborativen Konzeptions- und Arbeitsort für die Künste und Wissenschaften“, hält nichts vom herkömmlichen Tanztheater. Nur hinschauen kann man in der Oper. Hier „wollen wir was erzeugen“. Das wird zwei Stunden dauern und geht los wie im Yoga-Kurs. Augen schließen, spüren, „ob du da bist“, und zur Einstimmung wechselseitige Nasenatmung üben. Durchs linke Nasenloch einatmen auf vier, rechts ausatmen auf acht, Luft anhalten auf acht.

Leichtes Dröhnen in der Luft, das Publikum hockt am Boden und stellt sich aufs Mitmachen ein. Theaterzelt im Tanzhaus vor dem Beginn von „Holy Shit”. Foto: bikö

Und atmen!

Dann sollen wir bereit für mehr sein. Bewegung! Einatmen mit hochgereckten Armen und heftig ausatmen, Hand aufs Herz schlagen. Zugleich! Immer schneller! Erst im Sitzen, dann im Stehen. Schwindel? „Ist gut. Bleibt dabei!“ Wir wollen und sollen uns entäußern – bis „zum High, zur Trance“. Vielleicht sogar „eine kleine Ekstase“ erreichen. Ein junger Mann springt schon verzückt auf Socken umher. Das Zelt vibriert unter dem Hah-Hah-Hah der Atemkünstler, die sich bereitwillig führen lassen wie eine Shaker-Gemeinde im 19. Jahrhundert. Am Ende der Übung hört man Jauchzer.

„Oh danke“, ruft der Choreograf oder sagen wir, der Guru, und lässt sich von atemlosen Fans umarmen. „Lasst alles los!“ heißt es dann. Hinlegen ist angesagt. Der bisher dezent dröhnende Soundtrack geht über in Geräusche von Wind, Regen, Gewitter. Es donnert. Blitze, erzeugt von stroboskopischen Lichtern, dringen durch geschlossene Augenlider ins Gehirn. Das soll so sein. „Es gibt kein Zurück“, flüstert es. Man hört Trommeln, Kirchengesänge. „Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“, raunt die Stimme des Meisters. Nach etwa einer halben Stunde, an der nervtötenden Grenze, hört das Blitzen auf – und die Performance beginnt.

Eine von vielen Verkleidungen: der Performer Ben J. Riepe mit Babypuppe und Kunstbusen als „Vatermutter“. Foto: Alexander Basile / Tanzhaus NRW

Verwandlungen

Das Sportzeug wird abgelegt. Ben J. Riepe zeigt seinen schönen Tänzerkörper. Im Spiegel, erzählt er, würde er den Mann, der ihn ansieht, nicht erkennen, fühlt sich „fließender“. Er kann viele sein. In der nächsten Stunde wird er sich, sehr langsam, unermüdlich auf der Stelle drehen und dabei von Helfern immer wieder neu an- und ausgekleidet und angemalt werden. Wir sehen ihn in skulpturaler Verschnürung, im Jeans-Anzug, im langen Kleid einer historischen Dame. Er kreiselt mit Hörnermaske und Zottelcape wie ein Schamane, er erscheint als Kitsch-Heilige mit blauem Schleier und Glitzerdiadem, er schmiert sein Gesicht mit einer Lehmfratze zu, er hält als weiß geschminkte Madonna eine Babypuppe und einen Gipsbusen.

Im Leben, verrät er noch, fühlt er sich als „Vatermutter“ für seinen Sohn, mit dem er sogar immer wieder Geburt gespielt hat. Der surreale Eindruck des Auftritts wird verstärkt durch KI-generierte Bilder von geflügelten Wesen und unheimlichen Verwandlungen, die auf die Wand projiziert werden. Künstliche Intelligenz „fantasiert, irrlichtert und träumt“, schwärmt der Meister. Das Traumartige des Abends wird leider sehr strapaziert durch permanentes Gequassel aus Podcasts und Videos, mit denen der Algorithmus den Menschen von heute nervt. Unholy Shit! Nach zwei Stunden fühlt sich der Zuhörende erleichtert, der Künstler erleuchtet: „Wir haben heute einen Tempel geschaffen!“ Beflügelter Applaus von den Gläubigen.

Aus dem Freiraum

„Holy Shit – A Human Experience“: Ben J. Riepes Performance mit Publikumsbeteiligung wurde am Wochenende im Tanzhaus NRW uraufgeführt und dreimal präsentiert. Riepe, 1979 geboren, studierte Tanz und Choreografie an der Essener Folkwang Hochschule, war unter anderem im Tanztheater Pina Bausch engagiert und betreibt seit 2010 den „Freiraum“ in Düsseldorf-Flingern. www.freiraumdigital.com

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