Düsseldorfer flieht vor Polizeikontrolle und baut mehrere Unfälle

Am Samstagmorgen (28.2.) fiel Beamten der Polizeiwache Mörsenborich im Düsseldorfer Stadtgebiet ein grauer Mercedes auf und sie entschlossen sich zur Kontrolle des Fahrers. Als sie ihm Anhaltezeichen gaben, flüchtete der Fahrzeugführer und missachtete dabei mehrfach rote Ampeln. Die Beamten verloren den Sichtkontakt, aber eine Streife der Autobahnpolizei entdeckte den Pkw im Rahmen der Fahndung auf der A 52 in Fahrtrichtung Essen. Sie nahmen die Verfolgung auf. Da es dabei zu mehreren Gefahrenmomenten kam – ein Beinaheunfall des Mercedes mit einem Lkw sowie Kollision mit einer Betonschutzwand – brachen die Beamten die Verfolgungsfahrt auf der A 52 ab.
Kurz nach 10 Uhr kollidierte das flüchtige Fahrzeug beim Wechsel auf die A 40 in Fahrtrichtung Dortmund an der Anschlussstelle Essen-Kray mit zwei Pkw. Hierbei wurden vier Personen, darunter ein Kleinkind, leicht verletzt. Das Kleinkind und eine 36-jährige Essenerin wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Der Fahrer des Mercedes, ein 44-jähriger Düsseldorfer, erlitt nach erster Einschätzung schwere Verletzungen und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Dort stellten sich die Verletzungen als leicht heraus. Der Mann steht im Verdacht, ohne gültige Fahrerlaubnis und unter Einfluss von berauschenden Mitteln gefahren zu sein. Außerdem leiteten die Beamten ein Verfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Verkehrsunfallflucht ein. Ihm wurden Blutproben entnommen.
Die A 40 musste in Höhe der Anschlussstelle Essen-Kray in Fahrtrichtung Dortmund für die Unfallaufnahme und Reinigungsarbeiten für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Erst gegen 16:30 Uhr wurde die Fahrbahn wieder freigegeben. Die Ermittlungen dauern an.