Jenseits der Gewinner-Straße: Düsseldorf EG hält gegen EV Landhut nur einen Punkt fest

Die Düsseldorfer EG hat erneut ein Heimspiel verloren. Gegen den EV Landshut gab es eine 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Overtime.
Die DEG wegen der Ü24-Regel – nur 15 Spieler über 24 Jahre dürfen auf dem Eis stehen – mit 20 statt 21 möglichen Spielern in der Aufstellung. Niklas Lunemann stand im Tor, auf der Bank saß Sean Kuklok. Außerdem ersetzte Nick Geitner den angeschlagenen Kristian Blumenschein in der Defensive.
Düsseldorf erwischt einen schlechten Start
Vor 9.221 Zuschauern im PSD Bank Dome startete die DEG enttäuschend. Nach 13 Minuten lag die Mannschaft 0:2 zurück. Bei 4‘29 schoss Yannick Wenzel Richtung Tor und irgendwie durch Lunemann hindurch rutschte der Puck fast wie in Zeitlupe über die Linie. Bei 13‘36 konnte Jakob Mayenschein aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhen. Der Anschlusstreffer fiel wenige Sekunden vor der Sirene. Neuzugang Nick Baptiste konnte seinen ersten Treffer im neuen Trikot erzielen – und das im Powerplay und zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt (19‘15, Assist). Mit dem 1:2-Rückstand ging es in die erste Pause.
Ausgleich zu Drittelbeginn
Im Mitteldrittel begann die DEG in Unterzahl, Sten Fischer hatte sich noch vor der Pause eine Strafe eingehandelt. Doch mit viel Kampfgeist und Leidenschaft überstanden die Gastgeber diese Phase. Und die Belohnung folgte sofort: Bei einem Konter setzte Michael Clarke Leon Niederberger in Szene, der im 2 auf 1-Konter aufs Tor zuzog, selber abschloss und traf: Der 2:2-Ausgleich bei 23‘14! Der Dome feierte. Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf und die Zuschauer sahen zwei Teams auf Augenhöhe mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. Auch die Zweikämpfe wurden intensiver, so dass es auch mehr Strafen gab. Tore fielen jedoch nicht mehr, so stand es nach 40 Minuten Unentschieden.
Landshut hat das bessere Ende
Auch im Schlussdrittel hatten beide Teams den Drang, dieses wichtige Spiel auf jeden Fall gewinnen zu wollen. In der 42. Minute brachte Max Balinson die Scheibe zum Tor und über den Umweg Erik Brown gelangte sie zu Top-Scorer Ture Linden, der aus drei Metern einnetzen konnte. Die 3:2-Führung für Düsseldorf bei 41‘52! Danach blieb ein DEG-Powerplay ohne Tore, ein vermeintlicher Treffer der Rot-Gelben wurde nach Videobeweis nicht gegeben. Es blieb weiter spannend, denn auch der EVL blieb jederzeit gefährlich. Dennoch fiel der erneute Ausgleich in dieser Phase überraschend. Tor Immo (was ein Name) wurde im Konter freigespielt und konnte Lunemann mit einem schönen Move überwinden (49’20). 3:3, also alles auf Anfang. Vier Minuten vor dem Ende hatten gleich mehrere DEG-Stürmer die erneute Führung auf dem Schläger. Auch Landshut mit gefährlichen Vorstößen. So brach die letzte reguläre Minute an, in der die Gäste plötzlich Großchance auf Großchance hatten – da hatte die DEG-Defensive kurzzeitig das große Zittern. Aber Lunemann und das Glück hielten stand. Deshalb ging es in die Verlängerung.
In der Overtime gelang Landshut das entscheidende Tor. Stanislav Dietz konnte einen Nachschuss mit der Rückhand zum 4:3 für den EVL verwandeln. Fazit: Ein Punkt in zwei Heimspielen ist eindeutig zu wenig.
Das nächste Spiel ist erneut eine Heimbegegnung. Am Sonntag, 22. Februar, kommt erneut der EC Bad Nauheim nach Düsseldorf. Achtung: Erstes Bully an diesem Familien- und Tiertafeltag ist bereits um 15 Uhr.