Hinrichtung: Die Krefeld Pinguine schießen die Düsseldorfer EG in vier Minuten zusammen

Das war kein Nachbarschaftsduell, sondern eine Hinrichtung. Die Düsseldorfer EG hat gegen die Krefeld Pinguine am Ende deutlich verloren. Gegen den ungefährdeten Tabellenführer gab es eine 1:5 (0:0, 1:1, 0:4)-Niederlage. Erst hatte Düsseldorf lange mitgehalten – doch in der Schlussphase wurde die DEG zusammengeschossen.
Düsseldorf musste heute auf Sten Fischer und Marco Münzenberger verzichten, Daniel Assavolyuk kehrte ebenso wie Emil Quaas ins Team zurück. Das Tor hütete Niklas Lunemann.
Intensiv, aber torlos: das erste Drittel
Es war ein intensives Auftaktdrittel vor ausverkauftem Haus. Krefeld hatte zahlreiche Fans mitgebracht. Beide Teams kämpften intensiv. Vor allem die Ex-Krefelder Lucas Lessio und Leon Niederberger hatten sich viel vorgenommen. Beide Goalies – Lunemann bei der DEG und Felix Bick für Krefeld – standen häufig im Brennpunkt. Die Pinguine nach 20 Minuten mehr Schüsse, aber die Düsseldorfer verbuchten längere Drangperioden. Tore fielen im ersten Drittel nicht.
Zwei Kullertore kurz hintereinander
Im Mitteldrittel war die Strafe für Düsseldorf gerade abgelaufen und die DEG-Fans atmeten durch, da schlug Krefeld doch noch zu. Bei 27‘33 stocherte Matsumoto die Scheibe nach einem Abpraller über die Linie – die 1:0-Führung für den Tabellenführer. Doch die DEG schlug schnell zurück und das mit einem ähnlichen Kullertor. Dieses Mal war es Erik Bradford, der einen frei liegenden Puck einschieben konnte. Das 1:1 (28‘32, Vorlagen Lessio und Tariq Hammond)! Der Treffer wurde erst nach längerem Videobeweis gegeben. Der Verdacht war sowohl Schlittschuhtor als auch Torwartbehinderung. Beides konnte nicht belegt werden. Auch nach 40 Minuten stand es Unentschieden – dieses Mal 1:1.
Ab Minute 56 zerfällt die DEG komplett
Im Schlussdrittel in Minute 56 den Schalter um – und die DEG zerfiel regelrecht. Der KEV schoss vier Treffer in drei Minuten: Max Newton (55‘28), Marcel Müller (55‘37), Jonathan Matsumoto (56‘41) und Roope Makitalo (57‘51) stellen das Ergebnis auf 1:5. Nach den 55 Minuten davor fragt hinterher niemand mehr. Alarmzeichen für die DEG sollten die zehn Gegentore aus zwei Spielen sein. Das muss sich dringend und schnell ändern.
Es geht Schlag auf Schlang weiter. Am Sonntag (15.2.) reist die Mannschaft zu den Eispiraten Crimmitschau – unterstützt von einigen Hundert Fans im Sonderzug. Am Montag (16.2.) ist die DEG mit einem eigenen Wagen auf dem Rosenmontagszug vertreten (Wagennummer 31!). Dann kommt am Dienstag der EC Bad Nauheim in den PSD Bank Dome. Tickets unter www.degtickets.de.