Flughafen Düsseldorf: Zoll stellt halb verwesten Wildschweinschädel sicher

Die Zöllner am Düsseldorfer Flughafen sind einiges an ungewöhnlichen Reise-Souvenirs gewöhnt. Zu Liste der Kuriositäten konnten sie am Samstag (31.1.) eine weitere hinzufügen.
Ein Belgier reiste aus Kayseri, Türkei nach Düsseldorf ein und wollte seinen Heimweg fortsetzen, nachdem er den Zollbereich über den grünen Ausgang betrat. Dort hielten die Zollbeamten ihn an, da von seinem Koffer ein deutlich wahrnehmbarer Gestank ausging.

Der Schädel war auf dem Röntgenbild erkenntbar, Foto: Zoll Düsseldorf
Auf den Röntgenbildern fiel den Zöllnern ein Objekt im Koffer des Mannes auf, welches wie ein Tierschädel aussah. Als sie den Koffer öffneten, verstärkte sich der Verwesungsgeruch und der Grund wurde sichtbar. Verpackt in Plastiktüten fanden sie einen Wildschweinschädel samt Unterkiefer, komplett mit Haaren und Fleischresten.
Der Mann gab an Jäger zu sein und der Schädel sei eine Jagdtrophäe aus dem Urlaub. Dies ist grundsätzlich nicht verboten, da Wildschweine nicht unter Artenschutz stehen. Allerdings stellen verfaulenden Fleisch- und Hautreste ein erhebliches Risiko aufgrund von Tierseuchen dar. Aus diesem Grund konnten die Beamten den Schädel nicht wieder herausgeben. Er musste noch vor Ort entsorgt werden. Eine Strafe hierfür erwartet den Reisenden nicht, er wurde verwarnt.

Für die überzähligen Zigaretten wurde eine Strafe fällig, Foto: Zoll Düsseldorf
Allerdings reiste der Mann auch mit deutlich zu vielen Zigaretten im Gepäck. Anstatt der 200 erlaubten befanden sich 800 Stück neben dem Wildschwein in seinem Koffer. Für diese Zigaretten wurde dann sehr wohl eine Strafe fällig, nach deren Zahlung der Reisende den Heimweg nach Belgien antreten konnte.