Düsseldorf: Demonstration gegen die US-Intervention in Venezuela

Die Internationale Jugend Düsseldorf hatte auf Sonntagnachmittag (4.1.) zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration eingeladen. Hintergrund war der Angriff der USA auf Venezuela. Trotz des sehr kurzfristigen Aufrufs zum Protest und den frostigen Temperaturen waren fast 300 Menschen gekommen.

Fast 300 Menschen demonstrierten am Sonntagnachmittag
Die Teilnehmer*innen waren nicht nur junge Menschen. Mitglieder der Linken, des BSW (ehemals „Bündnis Sahra Wagenknecht“ neu „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“), des Friedensforums und anderer Organisationen waren zum Oberbilker Markt gekommen. Neben Fahnen hatten sie Plakate und Banner mit der Aufschriften „Heute Venezuela – Morgen Grönland – Übermorgen die ganze Welt“, „Free President Maduro“, „Yankees go home“ oder „US-Erdöl und LPG-Import stoppen!“ mitgebracht.

Die Trump-Regierung ging bereits seit Wochen militärisch gegen vermeintliche Drogen-Boote vor. Am 3. Januar 2026 flogen die USA Luftangriffe auf mehrere Ziele Venezuelas, auch auf die Hauptstadt Caracas. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wurde dabei von amerikanischen Truppen festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihm der Prozess wegen “Verschwörung zum Drogenterrorismus”, der Einfuhr von Kokain in die USA und anderer Punkte gemacht werden.

Nicht nur der Angriff auf Venezuela wurde verurteilt, die weltweiten Kriege wurden kritisiert
Bei der Auftaktkundgebung sprachen verschiedene Redner*innen. Sie alle verurteilen den Angriff und stellten sich inhaltlich klar gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Nicht der Kampf gegen Drogen sei die Intention Trumps, sondern eine Vormachtstellung auf dem amerikanischen Kontinent zu erlangen und weiteren Zugang zu den Ölquellen. Ein Sprecher formulierte: “Wir sind heute nicht auf der Straße, um für die Maduro-Regierung zu demonstrieren. Es muss aber allen klar sein, dass eine Regime-Change durch die USA den Todesstoß für jede linke Opposition zu Maduro und damit auch jede Perspektive auf ein wirklich selbstbestimmtes Venezuela zerstört.”

Die frostigen Temperaturen hielten die Menschen nicht vom Protest ab
Nach einer Auftaktkundgebung zogen die Demonstrierenden unter Polizeibegleitung über die Eisenstraße zum Bertha-von-Suttner-Platz. Das Ziel war bewusst ausgesucht worden, da sich dort das amerikanische Konsulat befindet. Dort erfolgte die Abschlusskundgebung mit weiteren Redebeiträgen. Die Sprecherin der Internationalen Jugend Düsseldorf, Anna Ringberg, betonte: “Unser Protest heute darf nur der Anfang gewesen sein. Die USA droht mit einer weiteren Welle von Angriffen, und auch in Deutschland wird weiter aufgerüstet. Wir müssen uns für eine große antimilitaristische Bewegung einsetzen.”