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Home›Düsseldorf›Aktuelles›In Düsseldorf gab es 2019 einen alarmierenden Anstieg rechter Gewalt

In Düsseldorf gab es 2019 einen alarmierenden Anstieg rechter Gewalt

Von Dirk Neubauer
3. März 2020
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Festnahme am Rande einer rechtsextremen Demonstration in Düsseldorf. Der Verdacht: Gewalt gegen linke Gegendemonstranten.

Im Jahr 2019 war Düsseldorf das Zentrum für rechtsextreme Gewalt in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus einer Antwort der NRW-Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Landtag hervor. Demnach gab es mit 234 (2018: 194) polizeibekannten Vorfällen in Düsseldorf die höchste Zahl der vergangenen fünf Jahre. Der Anstieg betrug knapp 21 Prozent. Besonders alarmierend: Bei antisemitischen Straftaten führt Düsseldorf landesweit mit 35 polizeibekannten Taten mit deutlichem Abstand vor Köln (15), Essen (14), Dortmund (13) und Bochum (11).

Nur in der Millionenstadt Köln gab es mehr rechte Straftaten

In der Gesamtbetrachtung aller rechtsmotivierten Gewalt liegt das viel größere Köln mit 243 Straftaten im Jahr 2019 nur unwesentlich vor dem an Einwohnerzahl viel kleineren Düsseldorf mit 234 Taten. Danach folgen Dortmund (187), Essen (159) und Bonn (140), wo sich die Zahl rechtsextremer Straften von 2018 auf 2019 beinahe verdreifacht hat. Insgesamt spricht das NRW-Innenministerium von 3632 Straftaten im Jahr 2019, 2018 waren es demnach 3767. Zum Vergleich: 2013 lag diese Gesamtzahl bei 3058 Straftaten.

Landesweit gab es einen deutlichen Anstieg flüchtlingsfeindlicher Straftaten – von 154 auf 223 polizeibekannten Vorfällen im Jahr 2019. Die meisten aktenkundigen Taten gab es in Köln (20), Essen (16), Düsseldorf (13), Dortmund (10) und Duisburg (7).

65 Menschen verletzt

Bei rechten Gewalttaten spricht das Innenministerium von einem Rückgang. Im Jahr 2018 wurden der Polizei 217 Gewalttaten angezeigt, 2019 waren es 151 Taten. Bei 133 Vorfällen davon handelt es sich um Körperverletzungen. 65 Personen wurden der Auskunft zufolge verletzt. 120 der Gewalttaten aus dem Jahr 2019 ordnet die Polizeistatistik dem Bereich „Hasskriminalität“ zu.

Zunahme islamfeindlicher Straftaten

Düsseldorf liegt nicht nur bei der Gesamtzahl rechter Gewalt und antisemitischen Straftaten NRW-weit an der Spitze – deutlich ist auch eine Zunahme der islamfeindlichen Straftaten. Landesweit gibt es hierbei einen Anstieg von 156 Vorgängen im Jahr 2018 auf 174 Straftaten im Jahr 2019. Die meisten Straftaten zählte die Polizei in Essen (21), Düsseldorf (18), Köln (13), Bonn (9) und Wuppertal (8).

Die NRW-Grünen wollen noch am heutigen (3.3.) eine Reihe von Maßnahmen fordern, um diese Verbrechensquoten deutlich senken zu können.

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