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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf: Gedenken an die Opfer des Holocaust

Düsseldorf: Gedenken an die Opfer des Holocaust

Von Ute Neubauer
27. Januar 2020
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Ehrengast des Gedenkens war der 92-jährige Gary Wolff (mitte im Rollstuhl)

Der 27. Januar ist der internationale Gedenktag für die Opfer des Holocaust, der sich in diesem Jahr zum 75. Mal jährt. Auch an der Gedenkstätte in Düsseldorf an der Marc-Chagall-Straße wurde der Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden gedacht. Rund 400 Düsseldorfer und Düsseldorferinnen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

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Kränze wurden am Mahnmal niedergelegt

Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hat den 27. Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945, im Jahr 1996 zum nationalen Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus erklärt.

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Rund 400 Menschen waren zum gemeinsamen Gedenken gekommen

Oberbürgermeister Thomas Geisel erinnerte am Montagnachmittag gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und vielen Vereinen, Verbänden und Initiativen an die Opfer des Holocaust. Ehrengast des Gedenkens war der ehemalige Düsseldorfer und Auschwitz-Überlebende Gary Wolff. Der 92-jährige war mit mit seinen Enkelkindern aus Los Angeles angereist. Er steht als Zeitzeuge in engem Kontakt zur Mahn- und Gedenkstätte und auch seiner Familie ist die Erinnerungsarbeit in Düsseldorf sehr wichtig. Gary (Günter) Wolff, wurde im Alter von 13 Jahren mit seinen Eltern vom Güterbahnhof Derendorf aus nach Lodz/Litzmannstadt deportiert. Im Gegensatz zu seinen Eltern überlebte er das Ghetto, anschließend das Vernichtungslager Auschwitz und weitere Lager, bis er 1945 befreit wurde.

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Garry Wolff und seine Enkelkinder wurden vom Team der Mahn- und Gedenkstätte begleitet

Oberrabbiner Raphael Evers und Kantor Aron Malinsky sprachen ein Gebet. Oberbürgermeister Thomas Geisel stand noch unter dem Eindruck der Gedenkfeier im Landtag am Sonntag (26.1.). Michael Szentei-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde von Düsseldorf, berichtete von seinen ganz persönlichen Erinnerung an die Shoa, bei der fast seine ganze Familie ausgelöscht wurde. Seine Mutter war eine der wenigen Überlebenden. Ihn stimmt der zunehmende Antisemitismus bedenklich, den er in der letzten Zeit wahrnimmt.

Die Gedenkfeier wurde vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte, der Jüdische Gemeinde Düsseldorf, dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein, Respekt und Mut, dem Düsseldorfer Appell, der Bezirksvertretung 1, der Katholische Kirche, der Evangelische Kirche, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf, Lobby für Demokratie, der Diversity-Beauftrage der Landeshauptstadt Düsseldorf, DGB, der Deutsch-Israelische Gesellschaft, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Geschichte am Jürgensplatz, dem Polnischen Institut, der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, der Diakonie, dem Deutsches Rotes Kreuz, der AWO, der Caritas, den Düsseldorfer Jonges, dem AGD, dem LSBT-Forum Düsseldorf, dem VVN-BdA, dem ASG Bildungsforum, Mosaik e.V. und SABRA unterstützt.

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