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Home›Kultur›Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen weiter in Frauenhand – Susanne Gaensheimer wird die neue Direktorin

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen weiter in Frauenhand – Susanne Gaensheimer wird die neue Direktorin

Von Ute Neubauer
7. März 2017
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Prof. Dr. Susanne Gaensheimer wird ab September für sieben Jahre die Chefin der Kunstsammlung NRW

Nun ist es offiziell. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kulturministerin Christina Kampmann stellten am Dienstag (7.3.) Prof. Dr. Susanne Gaensheimer als neue Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vor. Eine Findungskommission hatte die Kunsthistorikerin vorgeschlagen, die zum 1. September vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main in die Landeshauptstadt wechseln wird.

Führende Frauen

Frauen in führenden Positionen in der Kunstwelt sind keine Exoten, sondern die logische Konsequenz ihrer Qualifikation, betonte Susanne Gaensheimer selbstbewusst am Dienstag bei ihrer Vorstellung. Sie folgt in der Leitung der Kunstsammlung NRW auf Prof. Dr. Marion Ackermann, die als Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlung nach Dresden wechselte. Die beiden Damen kennen sich, sie haben eine Zeit als Kolleginnen im Münchner Lenbachhaus gearbeitet.

Viele Bewerber

Die Berufung Gaensheimers erfolgte durch die von Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf geleitete Findungskommission, die sie unter zahlreichen Bewerbern als die richtige Kandidatin befand. Nach der Bestätigung durch das Kuratorium der Kunstsammlung NRW und das Landeskabinett traten Hannelore Kraft, Christina Kampmann und Susanne Gaensheimer am Dienstag im Stadttor gemeinsam vor die Presse.

Die Ministerpräsidentin freute sich, mit Susanne Gaensheimer eine erfahrene, engagierte und kompetente Museumsleiterin zu bekommen. Die gebürtige Münchnerin Gaensheimer feiert im April ihren 50. Geburtstag und betont, die Entscheidung für Düsseldorf sei von der ganzen Familie gefällt worden. Sie wird im Sommer mit Ehemann und zwei Kindern nach Düsseldorf umsiedeln, pünktlich zum Schulstart in NRW für den Nachwuchs.

Sunsanne Gaensheimer

Die Vita der künftigen Direktorin verzeichnet Stationen in München und Hamburg zum Studium der Kunstgeschichte, das Whitney Museum of American Art in New York, das Lenbachhaus in München, der Westfälische Kunstverein in Münster und seit 2009 das Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Sie brachte ihre Expertise in zahlreiche Kommissionen und Jurys ein, darunter die Turner Prize-Jury sowie die Findungskommissionen für die Kuratorinnen der 7. und 8. Berlin Biennale 2012/14.

Mit dem K20, dem K21 und dem Schmela Haus wartet eine Herausforderung auf Susanne Gaensheimer. Die international bedeutende Sammlung der klassischen Moderne, der Nachkriegsmoderne und der Gegenwartskunst will sie näher beleuchten und auch über andere Formen der Präsentation nachdenken. Das Programm soll weiter spannend allen Menschen Kultur vermitteln. Die Digitalisierung ist ihr wichtig und soll noch breiter verfolgt werden. Auch zur Kunstvermittlung kann sie sich Online-Wege vorstellen. Mit der jungen Kunstszene, der Kunstakademie und Düsseldorfer Institutionen stellt Gaensheimer sich Kooperationen vor.  

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