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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorfer Restaurant papadellapasta startet “suspended meal” für Bedürftige

Düsseldorfer Restaurant papadellapasta startet “suspended meal” für Bedürftige

Von Ute Neubauer
16. September 2015
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Schon jetzt warten viele Bons darauf, von Bedürftigen genommen zu werden

Natascha und Roberto Vago wollten den vielen Flüchtlingen helfen und suchten nach einer Möglichkeit. Da sie das Restaurant papadellapasta in Flingern betreiben, war die Idee geboren, mit kostenlosen Mahlzeiten zu helfen. Der Begriff „suspended meal“ stammt aus einer Tradition, die in Italien begann. Dort gibt es caffe sospeso, bei dem die Menschen, die sich einen Kaffee kaufen, einen zweiten bezahlen und verschenken. Für den gespendeten Kaffee wird ein Bon aufgehangen und dieser kann von einem Menschen in Not eingelöst werden.

Neu in Düsseldorf: suspended meal

Dieser Trend wurde in Asien in Restaurants übernommen und nun gibt es diese gespendeten Mahlzeiten auch in Düsseldorf. Obdachlose oder Flüchtlinge können mittags zum Restaurant in der Fichtenstraße 2 kommen und fragen, ob es Bons gibt. Aus einer kleinen Speisekarte kann dann ein Gericht ausgewählt werden. Ob dies im Restaurant verspeist oder mitgenommen wird, entscheiden die Hungrigen selber.

D_papadellapasta_Kasse_16092015

Natascha Kostovska kauft Bons für suspended meals bei Chef Roberto Vago

Gleichzeitig können die Gäste des Restaurants mit ihrer Rechnung einen Bon bezahlen, der dann wieder ausgehangen wird und auf einen Menschen wartet.

 

D_papadellapasta_Tisch_16092015

In kleiner Runde wurde der Start der Aktion gefeiert: (v.l.) Natascha Vago, Natascha Kostovska, Roberto Vago, Qasem Aslami und Ulrike Sennhenn

Am Mittwoch (16.9.) wurde die Aktion gestartet und Natascha Kostovska war die erste Kundin, die gleich Bons kaufte und damit den Grundstock für die Aktion legte. Das Ehepaar Vago versorgt die Flüchtlinge aber nicht nur mit Essen. Im Restaurant wird auch ein Raum zur Verfügung gestellt, in dem Zeit für Gespräche und damit zum Üben der deutschen Sprache ist.

 

D_papadellapasta_Qasem_16092015

Qasem Aslami weiss nun, wo er bei Bedarf eine Mahlzeit und nette Gesellschaft bekommen kann

Qasem Aslami kam mit der Ehrenamtlerin Ulrike Sennhenn ins papadellapasta. Der junge Mann aus Afghanistan freute sich über das leckere Essen und die Möglichkeit, außerhalb seiner Flüchtlingsunterkunft mit netten Menschen in Kontakt zu kommen. Er war der Premierengast des suspended meal.

papadellapasta

Wer die Aktion des "suspended meals" unterstützen möchte, kann ins papadellapasta, Fichtenstraße 2, kommen oder weitere Informationen per Mail  oder Telefon 0211-23938232 einholen.

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