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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf: Demonstration zu IDAHOBIT

Düsseldorf: Demonstration zu IDAHOBIT

Von Ute Neubauer
16. Mai 2021
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Ziel der Demonstration war der marktplatz, wo Radler und Fußgänger sich wieder trafen

Da immer noch gegen Vorurteile gekämpft werden muss, hat Düsseldorf am Sonntag (16.5.) ein Zeichen zu IDAHOBIT gesetzt. Am 17. Mai wird der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*phobie (IDAHOBIT) gefeiert. Aus diesem Anlass hatte das Organisationsteam des Düsseldorfer CSD zu einer Demonstration eingeladen. Coronakonform radelte eine Gruppe von Johannes-Rau-Platz zum Marktplatz, während die Fußgängergruppe eine kürze Strecke mit gleich Ziel am Rhein entlang zurücklegte. Das Rathaus war mit Regenbogenfahne geschmückt und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller begrüßte die rund 250 Demonstrant*innen.

Eindrücke der Demo finden sie hier in unserem Facebook-Album.

D_Idahobit_Platz_16052021

Start für alle war die Auftaktkundgebung am Johannes-Rau Platz

Pünktlich zu Demonstrationsbeginn auf dem Johannes-Rau-Platz kam die Sonne am Sonntagnachmittag hervor und begleitete die rund 250 Teilnehmer der Demonstration. Grossveranstaltungen sind immer noch verboten und der Düsseldorfer CSD wurde auf den 15. bis 17. Oktober verschoben.

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Wer nicht radeln wollte, ging zu Fuß zum Rathaus

IDAHOBIT

Doch vorher gibt es einen anderen wichtigen Termin: IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*phobie). Er wird weltweit am 17. Mai begangen, dem Datum, an dem die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 1990 die Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten nahm. Der französische Aktivist Louis Georges Tin rief 15 Jahre später den Aktionstag ins Leben, an dem nun Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* menschen (LSBT*) auf der ganzen Welt Zeichen gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit setzen.

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OB Keller begrüßte die Demo-Teilnehmer*innen am Rathaus

Obwohl sich viele Menschen offen gegen die Diskriminierung von Trans*-Menschen aussprechen, sieht es in ihrem Alltag weltweit immer noch anders aus. Die WHO hatte bis Juni 2018 die Trans*geschlechtlichkeit immer noch als „psychische Störung“ deklariert. Erst dann gab es den Entwurf die Klassifikation in „geschlechtliche Nichtübereinstimmung“ zu ändern. Die WHO-Mitgliedstaaten müssen nun noch über die Änderung entscheiden.
Wer in Deutschland sein Geschlecht offiziell mit einer Personenstandsänderung anerkannt haben möchte, muss eine mehrjährige Psychotherapie nachweisen. Damit gehört Deutschland bereits zu den fortschrittlichen Ländern, denn oft ist die selbstbestimmte Festlegung des Geschlechts überhaupt nicht möglich. Auch in vielen Ländern Europas können Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle Menschen nicht frei und sicher leben, sind Vorurteilen und Gewalt ausgesetzt.

D_Idahobit_Divers_16052021

An der Fahrrad-Demo beteiligte sich auch eine Gruppe von Mitarbeiter*innen der Verwaltung, die sich im stadtinternen LSBTIQ+ Netzwerkes "D!VERS" zusammengeschlossen haben.

Düsseldorf gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ist es sehr wichtig, in diesen Tagen ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für ein tolerantes Miteinander zu setzen. In seinem Grußwort an die Teilnehmer*innen beschrieb er die Macht von Flaggen, die ihm in den vergangenen Tagen besonders deutlich wurde. Ebenso wie das Aufziehen der Flagge von Israel, möchte er mit der Regenbogenflagge, die am Sonntag und Montag am Rathaus weht, die Botschaft ausdrücken: „Hass und Ausgrenzung dürfen in der Landeshauptstadt keinen Platz haben. Düsseldorf ist bunt und vielfältig. Und darauf sind wir stolz. Denn diese Vielfalt macht unsere Stadt lebendig und bereichert uns Tag für Tag."

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Die Regenbogenflagge am Rathaus

Regenbogenflagge

Ursprünglich ist die Regenbogenflagge 1978 von dem Künstler und Aktivisten Gilbert Baker gestaltet worden – sechs Farben zieren seither das ultimative LSBTIQ+ Symbol. Der Designer, Daniel Quasar, erweiterte die Flagge um fünf weitere Farbtöne. Die Farben hellblau, hellrosa und weiß stehen für die Trans* Community. Die schwarzen und braunen Streifen setzen ein Zeichen gegen Rassismus. Das Schwarz steht ebenfalls für die Menschen, die durch AIDS stigmatisiert und gestorben sind.

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