Düsseldorf Itter ist tierisch joot drop – Knapp 400 Narren ziehen durchs Dorf

„Met Flause em Kopp – tierisch joot drop“ – mit diesem Motto hatte Itter seinen diesjährigen Karnevalszug durchs Viertel überschrieben. Knapp 400 Teilnehmer*innen zogen in 15 Gruppen durch den südlichen Stadtteil. Dabei waren – getreu dem Motto – viele Giraffen, Zebras, Einhörner und jede Menge Narren. Viele hundert Gäste folgten dem närrischen Treiben vom Straßenrand aus.

In wärmende Decken gehüllt, freuten sich die Bewohner*innen aus dem Seniorenheim auf dem Veedelszoch in Düsseldorf Itter.
Darunter war auch eine Truppe in Rollis aus dem benachbarten Seniorenheim. Die Mädchen und Jungen staunten, welche Grimassen den lebenserfahrenen Jecken für Selfies so einfielen.

Messdiener des Kirchengemeindeverband Düsseldorfer Rheinbogen zogen in großer Zahl mit.
Vom Schützenplatz aus zogen die Karnevalisten über die Straßen Am Steinebrück, Am Broichgraben, Huvestraße, Itterstraße und An der Jagengrenze wieder zurück zum Schützenplatz. Gleich zu Beginn des viel umjubelten Umzug sorgte eine Polizistin dafür, dass ein Unglück verhindert wurde. Denn entgegen den Anordnungen des Düsseldorfer Ordnungsamtes hatte ein Rheinbahnfahrer schlicht ignoriert, dass ab 13.30 Uhr für Itter – wie in den Vorjahren – eine Umleitung der Buslinie ab Haus Bärenkamp in Himmelgeist über die Himmelgeister Straße galt. Auch von einem bereits quer auf der Straße stehenden Absperrwagen und dem Ordnungsdienst wollte sich der Fahrer nicht aufhalten lassen.

Erst missachtete der Fahrer dieses Rheinbahnbusses die ab 13.30 Uhr geltende Umleitung für die Buslinie 835. Dann drängte er auf die Öffnung der bereits geschlossenen Straßensperre. Ohne Sicherheitsabstand fuhr er durch die Menge.

Erst als eine Polizeibeamtin anordnete: Rechts ranfahren und Motor aus, folgte der Rheinbahnfahrer. Da lief der Zoch von Itter bereits und musste sich an dem Gelenkbus vorbeidrängen.
Er fuhr mit dem großen Gelenkbus mitten hinein in die jecke Itteraner Meile – bis die Beamtin ihn anwies, dass er sofort rechts ranfahren und den Motor ausmachen solle. Sämtliche Zugteilnehmer mussten sich an dem Rheinbahnbus vorbeidrängen. Georg Schmitz von der Zugleitung in Itter sagte am Samstagabend: „Wir haben uns mit den Polizeikräften vor Ort gewundert, wie der Bus überhaupt dorthin gelangen konnte.“ Eine Sprecherin der Polizei Düsseldorf bestätigte, dass ihr Kollegin den Bus gestoppt habe. Der Bereichsleiter Kommunikation der Rheinbahn, Tobias Havers, kündigte eine vollständige Prüfung des Vorgangs an. Erst danach könne man ihn bewerten: „Die Sicherheit von Fahrgästen, Veranstaltungsbeteiligten und Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität.“

Menschen aller Generationen feierten in Itter den Karneval.
Derweil zogen drei Kindergärten, die Närrischen Frauen von Himmelgeist, die Marine der Schützen in Itter und die Messdiener*innen aus dem Rheinbogen fröhlich ihres Wegs. Da sich in Itter alle kennen, gab es alle paar Meter fröhliche Begrüßungen, Umarmungen und es wurde den Kindern jede Menge zugesteckt. Die Kleinsten konnten ihre Tüten rasch mit Kamelle & Co füllen.
Wenn es etwas zu meckern gab – dann dies: Die Itteraner hatten vergessen, zu heizen. Es war a…kalt beim Zug. Während die Schaulustigen auf die jecke Kolonne warteten, versuchten sie sich mit tanzen, singen und bützen warmzuhalten. Nach Zugende hatten die St. Hubertus Schützen eine zünftige After-Zoch-Party organisiert, bei der sich viele aufwärmten und noch lange ausgelassen miteinander feierten.
Wer die Arbeit von Ddorf-aktuell unterstützen möchte, findet hier Informationen
Wer Bilder aus der Galerie bestellen möchte, kann gerne eine Mail mit den Bildnummern an media@ddorf-aktuell.de schreiben. Als Anerkennung freuen wir uns über eine Spende.











