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DüsseldorfKarneval
Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Die Venetien verbreiten den Karnevals-Virus

Düsseldorf: Die Venetien verbreiten den Karnevals-Virus

Von Ute Neubauer
2. Februar 2026
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(v.l.) Die Ex-Venetien Yvonne, Aline, Irene, Sandra und Sabine

Der Venetienclub Düsseldorf feiert in diesem Jahr sein 2×11-jähriges Jubiläum. Aber nicht nur deshalb hatten sie am Sonntag (2.1.) das Casino in der Wagenbauhalle gebucht. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gab es wieder eine exklusive Karnevalsparty für den Verein ProMädchen. Schon lange besteht die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen. Mit der Party im Casino der Wagenbauhalle wollten die Venetien den Karnevalsvirus verbreiten und bei der fröhlichen Feier gab es auch ganz viele jecke Informationen für die jungen Besucherinnen.

Orden gab es für alle

Der Fundus lud zum kostümieren ein

Organisiert hatte das Treffen der Vorstand des Venetienclubs: Präsidentin Alina Hedrich (Venetia 2017), Geschäftsführerin Sabine Ilbertz (Venetia 2019), Schriftführerin Yvonne Stegel (Venetia 2018), Schatzmeisterin Irene Heynen ( Venetia 2005) und die Venetia des Jahres 2004, Sandra Jachmann. Neben der pinken Deko im Casino hatten sie sich um zahlreiche Verkleidungsutensilien für die Mädchen, leckeres Gebäck von Hinkel, Getränke und Knabberzeug gekümmert. Als die Besucher*innen von ProMädchen eintrafen, kamen auch sie nicht mit leeren Händen. Sie hatten Orden und bunte Dekoration gebastelt. Obwohl einige Mädchen bereits kostümiert waren, sichteten sie begeistert den vorbereiteten Kostümfundus und einige wechselten noch ihr Outfit.

Die Venetien mit Marla und Lina

Marie&Mariechen konnten dann doch noch tanzen

Für die musikalische Unterhaltung sorgte Djane Ursula (Strunk) – ohne zu wissen, dass ihr noch eine besondere Aufgabe zufallen würde. Denn von Pänz en de Bütt traten Marie & Mariechen in Person von Marla Schmit und Lina Leifholz auf. Die beiden präsentierten eine amüsante Reimrede, bei der es lange nicht zum Mariechen-Tanz kommt, da der scheinbar dösige DJ – am Sonntag die Djane – die Technik nicht hinbekommt. Sehr witzig gemacht und die Besucherinnen im Casino ließen die beiden nicht ohne Zugabe gehen.

Das Prinzenpaar wurde begeistert empfangen

Bei der Fragerunde wollten die Mädchen dann wissen, wie man Venetia wird. Einen großen Lacher gab es, als Ex-Venetia Sandra erzählte, dass ihr späterer Prinz ihr Arzt war. Während er ihr Spritzen gegen verspannten Nacken setzte, fragte er sie, ob sie seine Venetia werden möchte. Sie hat ja gesagt! Ganz im Sinne der Gleichberechtigung wollten die Gäste aber auch wissen, ob es schon mal eine Venetia gegeben habe, die gefragt hat, ob jemand ihr Prinz werden möchte. Das kam wohl noch nicht vor, aber könnte ja noch kommen. Alle Venetien berichteten, dass die Kürung wohl der schönste Moment ihrer Session gewesen sei. Rund 300 Termine stehen für ein Prinzenpaar an, je kürzer die Session, je dichter gedrängt.

Wann kommt man dem Prinzen schon mal so nah und darf dann auch noch Fragen stellen

Venetia Nicole hatte noch eine Überraschung für ProMädchen

Das bestätigten auch Prinz Marcus I. und Venetia Nicole, die auf Besuch ins Casino kamen. Nicole verriet, dass sie bei der Gerresheimer Bürgerwehr einen Kuschelbären abgegeben hat. Der soll mit den Orden der Session versehen versteigert werden. Der Erlös kommt dem Verein ProMädchen zugute. Die Venetia berichtete auch noch vom tollen Service, das jeden Tag ein Friseur ihr die Haare machen würde und sie zwischen sechs verschiedenen Kleidern wählen könne. Allerdings habe die Schönheitspflege auch einen Nachteil, sie müsse wesentlich früher aufstehen als Prinz Marcus, der mit seinen kurzen Haaren und immer dem selben Ornat fix fertig sei. Marcus wurde von einem Mädchen sofort als Lohausener identifiziert, sie hatte ihn dort schon gesehen. Beim Sessionslied der Tollitäten tanzten alle mit und nachdem es die obligatorischen Orden gab, eilte das Prinzenpaar mit Adjutantur weiter zum nächsten Termin.

Polonaise bis in die Wagenbauhalle

Für die Gäste von ProMädchen hieß es dann selber das Mikrofon zu nehmen, denn einige hatten Lieder und Tänze vorbereitet. Diese wurden mit viel Applaus, Raketen und kleinen Geschenken belohnt. Die anschließende Polonaise führte sogar durch die Wagenbauhalle und spontan stimmte Ursula Strunk „Überall nur Jecke an“.

Ursula Strunk stimmt spontans eins ihrer Lieder an

Nach der Tanzeinlage konnten sich alle ein wenig stärken und ausruhen, denn die Tanzgarde Verlbert übernahm das Programm und begeisterte mit ihrem Gardetanz.

Auch bei wenig Platz verstand es die Tanzgarde Velbert ihren Gardetanz zu präsentieren

Zum Nachmittag gehörte auch eine exklusive Führung durch die Wagenbauhalle, die Dieter Müller, Vorstandsmitglied im Comitee Düsseldorfer Carneval und Chef der Wagenbauhalle, persönlich vornahm. Dabei erfuhren die Mädchen mehr von der Bauart der Rosenmontagswagen aus Pappmasché, aber auch wie viel Arbeit dahinter steckt, bis ein Wagen so schön und bunt aussieht.

Zufriedene und fröhliche Gesichter bei allen Beteiligten zeigten nach Ende der Party, dass die Venetien mit ihrer Partyidee genau richtig liegen und es hoffentlich noch viele Wiederholungen gibt.

ProMädchen

Die Beratung von Mädchen* und jungen Frauen* von 10 bis 27 Jahren sowie der Mädchentreff sind Schwerpunkte der Arbeit von Pro Mädchen. Daneben ist der Bereich Zuflucht wichtig, der in akuten Krisensituationen eine Anlaufstelle für 14- bis 21-Jährige bietet. Das weibliche Team von ProMädchen versucht hier mit den Betroffenen neue Perspektiven zu erschließen. Das Angebot gilt auch für trans* Jugendliche mit weiblichem Geschlechtseintrag. Weitere Informationen zu Pro Mädchen finden sie hier.

StichworteProMädchenVenetienclubWagenbauhalle
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