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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Gedenkveranstaltung am Deportations-Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur

Düsseldorf: Gedenkveranstaltung am Deportations-Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur

Von Ute Neubauer
27. Januar 2026
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Am Mahnmahl wurden zahlreiche Kränze niedergelegt

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz befreit. Dieser Tag wurde zum internationalen Holocaust-Gedenktag und zum nationalen Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus erklärt. An den öffentlichen Gebäuden in Düsseldorf war am Dienstag (27.1.) auf Halbmast geflaggt. Am Deportations-Mahnmal in Derendorf trafen sich am Nachmittag zahlreiche Menschen aus Verwaltung, Politik, Religionsgemeinschaften und Stadtgesellschaft, um den Opfern der NS-Diktatur zu gedenken. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte dazu gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte eingeladen.

(v.l.) Vertreter*innen der Jüdischen Gemeinde, Landtags-Vizepräsident Christof Rasche, Bürgermeister Josef HInkel, Polizeipräsidentin Miriam Brauns, Wolfgang Rolshoven und Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister

Das Deportations-Mahnmal erinnert seit 2012 an die Deportation von tausenden Düsseldorfer und niederrheinischen jüdischen Menschen ab Oktober 1941 vom ehemaligen Güterbahnhof Derendorf aus in Ghettos und Konzentrationslager. Sie waren zuvor in der Großviehhalle des städtischen Vieh- und Schlachthofes an der Rather Straße “gesammelt” worden. Kaum jemand kehrte zurück. Alleine 2.633 jüdische Menschen aus der Stadt Düsseldorf wurden Opfer des Holocaust.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Christof Rasche, Vizepräsident des Landtags, Dr. Daniela Lesmeister, Staatssekretärin im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender Jüdische Gemeinde Düsseldorf K.d.ö.R., sowie Vertreter*innen der Gewerkschaften, von Fortuna Düsseldorf und anderen Organisationen legten Kränze nieder. Der Kantor der Jüdischen Gemeinde, Aaron Malinsky, sang das hebräische Trauergebet “El male rachamim”.

OB Keller bei seiner Rede

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass beginnen in den Köpfen der Menschen, in ihrer Sprache, im Hausflur und am Arbeitsplatz, im Stadtviertel und in der vertrauten Heimat. Genau hier liegt unsere heutige Verantwortung: Die Geschichte lehrt uns, Judenhass überall zu erkennen, zu benennen und ihn zu ächten.”

Der Antisemitismus der Stadt Düsseldorf, Wolfgang Rolshoven, betonte: “Auschwitz steht für den tiefsten Abgrund menschlicher Zivilisation. Dass jüdisches Leben heute – auch in Düsseldorf – wieder Angst erfahren muss, ist beschämend und alarmierend. Der 27. Januar erinnert uns daran, dass Gedenken ohne Konsequenzen hohl bleibt: Wir haben die Pflicht, jüdisches Leben zu schützen und Antisemitismus zu bekämpfen.”

(v.l.) Kantor Aaron Malinsky, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister, Landtags-Vizepräsident Christof Rasche und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller bei der Kranzniederlegung

Im Maxhaus fand außerdem am Abend die Gedenkveranstaltung “Den Opfern eine Stimme leihen. Lebensgeschichten von verfolgten Düsseldorfer:innen 1933 bis 1945” statt. Die meisten Verfolgten des NS-Regimes waren jüdische Menschen, aber die Nazis verfolgten auch politisch Andersdenkende, unangepasste Menschen, Obdachlose oder queere Personen, psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen sowie Männer und Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ins Visier der Nazis gerieten. Düsseldorfer*innen werden im Maxhaus den damaligen Opfern ihre Stimme leihen. Anhand ausgewählter Lebensgeschichten und persönlicher Zeugnisse werden ihre Schicksale greifbar.

StichworteGedenkenMahnmalNazi-Opfer
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