Düsseldorf: Rauschender Närrischer Dienstag des AVDK

Wenn 2000 bestens kostümierte und gut gelaunte Menschen an einem Wochentag ausgelassen bis weit nach Mitternacht lachen, schwofen, tanzen und sich amüsieren, dann kann das nur der „Närrischen Dienstags“ sein. Der Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde (AVDK) hatte am Dienstag (13.1.) die erste Liga des rheinischen Karnevals – meist aus Köln kommend – auf die Bühne des großen Saals im Maritim Hotel gestellt. Abwechselnd präsentierten sich Redner (Guido Cantz, Martin Shopps, Volker Weiniger, Bernd Stelter) und Musikgruppen (Brings, Cat Ballou, Kasalla, Bläck Föös, De Räuber, De Höhner). Und auch das Tanzcorps „Fidele Sandhasen“ trat auf.

2000 Jecke feierten ausgelassen beim Närrischen Dienstag
Das Programm wurde bejubelt, begeistert beklatscht und gefeiert. „Was für ein fantastischer Abend“, urteilte Piratin Corinna. „Die Musik einmalig, die Redner mit feinem und auch grobem Humor und die Fidelen Sandhasen sind sensationell.“ Diesem Urteil konnte sich die Präsidentin der Prinzengarde Blau Weiss Düsseldorf nur anschließen. „Die Sandhasen sind richtig gut“, lobte Heierz-Krings.

Kasalla gab wie immer Vollgas
Der AVDK hielt am Erfolgsrezept der vergangenen Jahre fest und tief in die Tasche gegriffen, um die Top-Riege des närrischen Humors und der jecken Musik zu verpflichten. Absagen gab es keine beim AVDK- und Sitzungspräsidenten Stefan Kleinehr. Alle wissen, beim Närrischen Dienstag herrscht ausgelassene, aber auch disziplinierte Sitzungsstimmung. Das bemerkte auch der Altmeister des jecken Humors, Bernd Stelter, der erst gegen 23 Uhr nach Kasalla die Bühne betrat. „Das gibt es wohl nirgendwo sonst im Karneval im Rheinland, dass noch um 23 Uhr aufmerksam zugehört wird“, lobte er. „Das gibt es nur beim AVDK.“

Beste Stimmung im Saal
Kleinehr griff als Sitzungspräsident verbal nur ganz dezent ein, um die Tanzwütigen vor der Bühne zurück auf ihre Sitzplätze zu bugsieren. Wohl auch, weil alle im Saal wussten, dass sie etwas verpassen, wenn sie nicht zuhören. So witzelte Cantz bei seinem kleinen Ausflug in die Weltpolitik: „Wir müssen keine Angst vor dem Russen haben. Die kommen nicht weit. Wir haben eine neue Strategie: Landesverteidigung durch Brückenschäden. Und wenn der Russe doch kommt, dann machen die Juweliere auf der Kö die Läden auf.“ Es gäbe so viel Verrückte und Verrücktes in der Welt, da müsse man mit Humor dagegen halten. Das machen auch Schopps und Weininger.

Cat Ballou
„Meine Schüler haben den Alkohol entdeckt. Aber was die Koma-Saufen nennen, heißt bei uns im Lehrerzimmer Mittagspause“, so der Pädagoge Schopps. Ich bin jetzt an der Gesamtschule Köln-Kalk. Das ist eine andere Bezeichnung für städtisches Kompetenzzentrum für selbstständige Pausenverlängerung.“

Martin Schopps amüsierte sich über seine Schüler
Weiniger, der mit seiner Kunstfigur „Dä Sitzungspräsident“ bereits mehrfach den närrischen Oscar gewonnen hat, setzte in Sachen Alkohol-Konsum noch einen drauf. „Das Dalmatiner-Eck ist nicht gerade ein klassisches Speiserestaurant. Da gibt es zum Bier nur Kleinigkeiten“, leitete Weininger ein. „Jägermeister, Underberg, Kümmerling.“ Kam bei den 2000 im Saal bestens an.
Die Bands sorgten für Party-Stimmung, so dass es mitten in der Woche eine lange Nacht wurde.