Düsseldorf: Stadt überrascht mit innovativer Alternative zur Kirmesfähre

Die Landeshauptstadt Düsseldorf prüft die Realisierung einer außergewöhnlichen Attraktion für die Größte Kirmes am Rhein: Eine rund 450 Meter lange Zipline soll künftig das Rathaus mit dem Schützenplatz auf den Rheinwiesen verbinden. Das innovative Konzept erweitert das Angebot der Kirmesattraktionen um eine einzigartige Perspektive.
Die geplante Stahlseil-Konstruktion ist als Einbahnverbindung konzipiert. Ziel für dieses Jahr ist es, Besucherströme zu lenken und so die Aufenthaltsdauer auf dem Kirmesgelände zu erhöhen. Nutzer starten dabei im Bereich der Altstadt und gleiten über den Rhein direkt in Richtung Oberkassel. Die voraussichtliche Reisezeit beträgt rund drei Minuten. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt zudem die geplante Nutzung durch städtische Vertreter: Vom vierten Stock des Rathausufers aus könnte eine direkte Verbindung über den Rhein entstehen. Besucher würden auf Höhe der Rheinuferpromenade sicher in das System eingebunden.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betont die Bedeutung des Projekts: “Diese Zipline ist eine fantastische Innovation und zugleich der kürzeste Weg zum Festplatz. Die Verbindung unterstreicht auf besondere Weise die enge Verbindung und kurze Distanz zwischen Verwaltung und Schützen.”
Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle: Die Seilrutsche wird von beteiligten Initiativen als “Nullenergie-Querung” gelobt. Für Installation und Rückbau ist lediglich ein zweimaliger Transport des Stahlseils über den Rhein erforderlich, der durch die Feuerwehr unterstützt werden soll.
Auf der Kirmesseite ist vorgesehen, die Konstruktion an bereits vorhandene Aufbaukräne zu koppeln, wodurch zusätzliche Eingriffe in die Infrastruktur minimiert werden. Langfristig arbeitet die Stadt bereits an einer Erweiterung: Für das kommende Jahr wird auch eine Lösung für den Rückweg geprüft. Vorstellbar ist beispielsweise die Nutzung des Power Towers, um das nötige Gefälle zu realisieren. Derzeit befindet sich die Stadt in einer frühen Prüfphase. Neben technischen und sicherheitsrelevanten Aspekten werden auch genehmigungsrechtliche Fragen sowie die Integration in das bestehende Veranstaltungskonzept untersucht.