Düsseldorf: Bei 29.989 Unfällen im Stadtgebiet wurden 2025 3.043 Personen verletzt, 9 starben

Die Düsseldorfer Polizeipräsidentin Miriam Brauns stellte am Mittwoch (11.3.) die Verkehrsunfallzahlen für das vergangenen Jahr vor. Die Bilanz ist ernüchternd, denn die Zahl der Verkehrsunfälle stieg um 9,6 Prozent auf 29.989 im Stadtgebiet und auf den Autobahnen um 7,2 Prozent auf 16.646 Unfälle. Ursachen waren in den meisten Fällen zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand, Fahren unter Alkohol- oder Drogen-Einfluss oder Fahrfehler beim Abbiegen oder Wenden. Neun Menschen starben bei Unfällen im Stadtgebiet und 17 Menschen auf den Autobahnen. Schicksale, die auch Familien und Freunde betreffen, daher appellierte Braun „Der überwiegende Teil aller Verkehrsunfälle ist vermeidbar. Achten Sie auf den Verkehr und nehmen Sie bewusst am Straßenverkehr teil“.
Die gesamte Statistik ist geprägt von roten Zahlen, die einen prozentualen Anstieg der Unfälle markieren. So stieg die Zahl der Unfallflüchtigen um 12,6 Prozent auf 6.956, allerdings konnte die Polizei auch die Aufklärungsquote auf 56,2 Prozent steigern.
223 Kindern wurden bei der aktiven oder passiven Teilnahme am Straßenverkehr verletzt, 44 von ihnen verunglückten auf dem Schulweg. An 444 Unfällen waren Fußgänger*innen beteiligt, in 1.035 Fällen Radfahrer*innen. Einen Anstieg von 32,3 Prozent verzeichneten die Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen, es waren 307 Unfälle mit 225 E-Scooter-Fahrer*innen.
Die einzige Zahl, die in der Statistik mit einem Minus von 1,3 Prozent grün markiert ist, ist die Zahl der Straßenbahnunfälle, die im vergangenen jahr von 159 auf 157 gesunken sind. Der Wert dürfte sich mit das Jahr 2026 sicherlich anders darstellen.
Die Hotspots der Düsseldorfer Unfallschwerpunkte haben sich kaum geändert. Dort führt das Mörsenbroicher Ei mit 153 Unfällen vor dem Nordstern mit 147 Unfällen und dem Worringer Platz mit 135 Unfällen. Die Plätze 4 bis 10 belegen Nordfriedhof 87, Südring/Völklinger Straße 83, Südring/Münchener Straße 80, Am Wehrhahn/Worringer Straße/Adlerstraße/Schirmerstraße 64, Corneliusstraße/Herzogstraße 54, Ernst-Reuter-Platz/Corneliusstraße/
Hüttenstraße/Karl-Rudolf-Straße/Berliner 54 und Universität/Uniklinik Gelände 52 Unfälle.
2224 Hauptunfallursachen im Stadtgebiet wurden im Bericht aufgeführt. Spitzenreiter waren Unfälle im Zusammenhang mit Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren mit 846 Fällen. Unter Vorfahrt/Vorrang wurden 443 verzeichnet, 328 Fälle mit Abstandsverstößen und 279 unter Einfluss von Alkohol oder Drogen.
Bei Kontrollen der Polizei im Stadtgebiet Düsseldorf wurden im vergangenen Jahr 42.297 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt. Spitzenreiter waren hier die Geschwindigkeitsverstöße mit 33.992 Fällen, fehlerhaftes Abbiegen oder Wenden mit 2540 Fällen und Fehler bei Vorfahrt oder Vorrang mit 2250 Fällen. 10.689 Personen wurden wegen der Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt verwarnt.
Bei Schwerpunktkontrollen der Raser-, Poser- und Tuner-Szene überprüften die Einsatzkräfte 569 Fahrzeuge, von denen 38 sichergestellt wurden.
Die ausführlich Verkehrsunfallstatistik für Düsseldorf finden sie hier.