Düsseldorf: Ganztägiger Warnstreik im Nahverkehr am Dienstag (10.3.)

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat für Dienstag, 10. März, zum nächsten Warnstreik im NRW-Nahverkehr aufgerufen. Schwerpunkt soll in der Region Düsseldorf, Kreis Mettmann und Bergisches Land sein. Wie die Gewerkschaft mitteilt, sind die Beschäftigten der Rheinbahn (Düsseldorf und Kreis Mettmann), von WSW mobil (Wuppertal), der Stadtwerke Solingen, der Stadtwerke Remscheid sowie der Wupsi (Leverkusen und Bergisch Gladbach) zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik aufgerufen. In der betroffenen Region werden laut Ver.di am Dienstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.
Arbeitgeber präsentieren Katalog von Verschlechterungen
Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die Tarifverhandlungen, die am Dienstag (3. März) in Bochum in zweiter Runde ohne Ergebnis beendet worden waren. Ein Angebot der Arbeitgeberseite zu den Forderungen der Beschäftigten liege weiterhin nicht vor. Stattdessen stellten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vor, etwa bei der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen.
Ver.di fordert „gesunde Arbeitsbedingungen“
„Sie vergiften das Klima in den Belegschaften. Die Arbeitgeber haben offensichtlich keine Ahnung von den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr,“ erklärt Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Die Beschäftigten leisten hervorragende Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger. Die Beschäftigten haben Anspruch auf gute und gesunde Arbeitsbedingungen. Dazu gehören angemessenen Arbeits- und Ruhezeiten,“ betont die Geschäftsführerin. „Wenn die Arbeitgeber so weiter machen, erzeugen sie wider besseres Wissen einen Flächenbrand. Es kocht in den Belegschaften,“ mahnt Peifer.
Verhandlungen für 30.000 Beschäftigte
Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.
Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.