Verdaddelt: Die Düsseldorfer EG strauchelt zu Hause gegen Bad Nauheim: 1:4

Warum sollten hart arbeitende und zu wenig verdienende Menschen Geld für eine Eintrittskarte für ein Spiel der zweitklassigen Düsseldorfer EG ausgeben? Seit Dienstag (17.2.) fällt die Antwort auf diese Frage noch schwerer. Ihr Heimspiel gegen Bad Nauheim setzte die DEG so richtig schlecht in den Sand. 1:4 stand es am Ende. Binnen zehn Minuten wurden die Düsseldorfer von Nauheim in Grund und Boden geschossen. Wenn das jetzt der neue Standard ist – gibt es keinen Grund zum nächsten Heimspiel am Freitag zu kommen.
Nach dem Sieg bei den Eispiraten Crimmitschau am Karnevalssonntag standen wieder Marco Münzenberger und Sten Fischer auf dem Eis. Hinzu kam der erste Einsatz von Neuzugang Baptiste im DEG-Trikot. Nicht im Kader standen Yushiroh Hirano (verletzt), Emil Quaas, Nick Geitner und Kevin Marx Norén (Ü24-Regelung). Ryan Bednard hütete das Tor, Niklas Lunemann saß auf der Bank.
Bereits im ersten Drittel unaufmerksam
Bereits im ersten Drittel deutete sich das Desaster an. Die Gäste nutzten bei 11‘28 eine Unaufmerksamkeit der DEG: Justin MacPherson bediente den allein am langen Pfosten stehenden Parker Bowles – und schon stand es 0:1. Mit diesem Rückstand ging Düsseldorf in die erste Pause.
Der neue Baptiste prügelt sich für 5+2 Minuten vom Eis
Im Mittelabschnitt drückte die DEG auf den Ausgleich . Brown scheiterte daran nur knapp. Sein Rebound ging nur wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei (22.). Später war es Michael Clarke, der aus kurzer Distanz das Tor verfehlte (26.). Das erste Unterzahlspiel überstand die DEG, Rot-Gelb hatte in den zwei Minuten sogar mehr Torschüsse (28). Und auf einmal veränderte sich die Dynamik. Zwischen dem Herumgestochere an der DEG-Bande flogen plötzlich die Fäuste. Baptiste lieferte sich mit Davis Koch ein packendes Duell. Zum Unmut der Fans erhielt Baptiste 5+2 Minuten wegen Fighting, Koch lediglich fünf. Nach der überstandenen Überzahl erhöhte die DEG das Tempo. Das Auftreten wurde wieder strukturierter und Abschluss für Abschluss kam der Ausgleich näher. Bradford sah bei hohem Tempo den mitgelaufenen Luca Tosto am langen Pfosten – das 1:1 bei 37‘44.
Drei Gegentreffer binnen zehn Minuten
Die letzten 20 Minuten begannen mit einer siebenminütigen Druckphase von Düsseldorf. Die Angriffswellen gipfelten in einer 2-auf-0-Situation, in dem Baptiste nach Zuspiel von Bradford die Führung verpasste (48.). Im Gegenzug trafen die Gäste: Simon Gnyp traf bei 47‘39 aus dem linken Bullykreis. Nur eine knappe Minute später fiel der nächste Gegentreffer. Jordan Hickmott traf in Überzahl zum 3:1 für den EC. Die DEG war nun hilflos, planlos. Nach dem Ziehen des Goalies auf Düsseldorfer Seite, traf Zach Kaiser bei 57‘56 zum 4:1 für die Gäste. Das war der Endstand – ein weiteres DEG Desaster.
Weiter geht es mit zwei Heimspielen in Folge. Am kommenden Freitag (20. 2., 19:30 Uhr) gastiert der EV Landshut in Düsseldorf. Der EC Bad Nauheim tritt am Sonntag (22. Februar, 15 Uhr) zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in Düsseldorf an.