Düsseldorf: Viele Angebote in Wersten fasst der neue Stadtteilkompass zusammen

Wersten ist kein Stadtteil, der auf den ersten Blick sehr attraktiv erscheint. Doch wer genauer hinschaut stellt fest, dass hier die Gemeinschaft und der Zusammenhalt groß geschrieben wird. Dazu gehört auch das ehrenamtliche Engagement, das seinesgleichen sucht. Ein Beispiel dafür ist der Stadtteilkompass Wersten. Nach der ersten Auflage im Jahr 2009 wurde er 2025 aktualisiert. Nun erschien er in einem noch ausführlicheren Büchlein und auch online als PDF-Format.

(v.l.) Heidi Reich, Emma Haker, Klaus Lorenz, Burkhard Hintzsche und Melina Schwanke mit der dritten Auflage des Stadtteilkompass Wersten
Auf 76 Seiten werden darin soziale, gesellschaftliche, kirchliche, sportliche und kulturelle Angebote für die Bürger*innen aufgeführt. 13 Kapitel mit Unterpunkten informieren über mehr als 400 Angebote. Dabei sind Anlaufstellen für Kinder, Jugend, Familien und Senioren ebenso aufgeführt wie Vereine und Gruppierungen. Das geht von der Kulturbud, über den Blockblocks Cleanup bis zu den Karnevalisten der Knaasköpp, Kochen für Senioren und zahlreiche Sportangebote.
Herausgeber des Stadtteilkompass ist die Stiftung „Mit Herz und Hand für Wersten“. Der erste Vorsitzende Klaus Lorenz schilderte bei der Vorstellung der Neuauflage das Problem, dass nach dem Druck im Jahr 2015 zahlreiche Angebote hinzugekommen waren und andere aktualisiert werden mussten. Eine Fleißarbeit, die von Emma Haker, Maria Köster, Bettina Tobies und Barbara Vollmer von Januar bis März 2025 geleistet wurde. Die vier gehören zum Stadtradel-Team „Dynamo Wersten“. Internetrecherche, Telefonate und Gespräche waren für die dritte Auflage nötig, die dann nochmal von einigen Schlüsselpersonen aus dem Stadtteil Korrektur gelesen wurden. Im Juli 2025, pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum der Stiftung ging dann die Aktualisierung online. Noch vor Weihnachten konnte dann an zahlreiche öffentliche Stellen, wie Bürgerbüro, Seniorenheime, Bücherei, Apotheken und vielen mehr, die gedruckte Version verteilt werden.
Emma Haker, die maßgeblich bei der Aktualisierung geholfen hat, berichtete von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Stadtteilkompass. Als sie mit ihrer Familie neu nach Wersten gezogen ist, war sie froh, darin wichtige Anlaufstellen zu finden. Und gerade erst half ihr das Heft ihr, eine Alltagshelferin für ihre Mutter zu finden.
Bezirksbürgermeisterin Melina Schwanke und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche zeigten sich begeistert vom Engagement und dem Ergebnis. Hintzsche betonte, dass der Stadtteilkompass ein tolles Beispiel dafür sei, was Düsseldorf ausmache: Gemeinschaft und Zusammenhalt. Es sei das größte von Ehrenamtler*innen entwickelte Projekt, das er kenne, betonte er. Melina Schwanke hätte so etwas gerne für alle Stadtbezirke im Süden. Sie weiß, wie groß der Aufwand ist, die vielen Informationen zu sammeln. Aber mit dem fertigen Ergebnis aus Wersten hofft sie auch andere für so ein Projekt begeistern zu können. Dass der Stadtteilkompass überregional wahrgenommen wird, zeigt eine Anfrage aus Weimar. Sie erkundigten sich bei der Stiftung, ob sie das Format übernehmen dürften.
Die Auflage von 5000 Exemplaren wurde mit Unterstützung der Bezirksvertretung 9, der Provinzial Versicherung, der Stadtsparkasse Düsseldorf, der Werbegemeinschaft Wersten und der Druckerei Albersdruck erstellt.
Die Stiftung hofft, dass viele Werstener*innen den Stadtteilkompass nutzen. Lorenz betont, dass online auch immer wieder Aktualisierungen eingepflegt werden. Damit wird nicht bis zum Druck der vierten Auflage gewartet. Online finden sie den Stadtteilkompass hier.