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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Bewegung Maria 2.0 fordert persönliche Konsequenzen von Kirchenverantwortlichen

Düsseldorf: Bewegung Maria 2.0 fordert persönliche Konsequenzen von Kirchenverantwortlichen

Von Ute Neubauer
24. Januar 2022
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In einer Stellungnahme zum Münchner Missbrauchsgutachten fordern die Aktivist*innen personelle Konsequenzen

Das Gutachten über die Fälle sexuellen Missbrauchs im Bereich der Erzdiözese München und Freising erschüttert erneut, da darin auch dem emeritierten Papst Benedikt XVI in seiner Amtszeit als Erzbischof Verfehlungen nachgewiesen werden. Viele Bürger*innen sind empört, da immer neue Missbrauchsfälle aufgedeckt werden und offenbar die Kirche die Täter systematisch geschützt hat.

Die Mitglieder der Initiative Maria 2.0 haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, denen sich auch die Düsseldorfer Aktivist*innen anschließen. Sie fordern, dass die Verantwortungsträger persönliche Konsequenzen ziehen und von ihren Ämtern zurücktreten und auch auf die damit verbundenen Einnahmen verzichten. Die Stellungsnahme kann hier aufgerufen werden und weiter verbreitet werden.

Liste der Verfehlung wird immer länger

Erst in der vergangenen Woche (18.1.) wurde vor dem Kölner Landgericht das Verfahren gegen den Pfarrer Bernard Ue. verhandelt. Betroffene hatten vor dem Gericht demonstriert und Ordner mit den aufschriften „Geheim-Archiv“, „Brüder im Nebel“, „Pflichtverletzungen“ oder „Woelki“ niedergelegt. Die Vorwürfe richten sich nicht nur gegen die Kirche, auch Staat und Justiz hätten jahrelang weggeschaut, kritisieren die Opferverbände.

In Köln wird damit gerechnet, dass der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki am 2. März seine Amtsgeschäfte wird aufnehmen wird. Er war vom Papst zu einer viereinhalb Monate langen “geistlichen Auszeit” verpflichtet worden. Doch wenn in Rom jemand geglaubt hat, dass sich die Stimmung in Woelkis Abwesenheit beruhigt hätte, dürfte spätestens nach dem Münchener Gutachten eines besseren belehrt sein.

Solidarisch zeigt sich die Reforminitiative Maria 2.0 mit den 125 katholischen kirchlichen Mitarbeiter*innen, die ihr Coming-out als LGBTIQ+ Menschen öffentlich bekunden. Das Klima der Angst und Unsicherheit der Betroffenen müsse ein Ende haben. Die Forderungen nach einer Reform des kirchlichen Arbeitsrechts sowie eine Revision der kirchlichen Lehre über Geschlechtlichkeit und Sexualität wird unterstützt.

Forderungen an die katholische Kirche

Personelle Konsequenzen hält die Initiative Maria 2.0 in der katholischen Kirche für nicht ausreichend, da beim Austausch von einzelnen Personen das System erhalten würde. Die Aktivist*innen fordern eine Reform der patriarchalen, undemokratischen und intransparenten kirchlichen Machtstrukturen.

Weitere Information zu Maria 2.0 finden sie hier.

StichworteKatholische KircheMaria 2.0
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