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Home›Wirtschaft›Unternehmen›Düsseldorf: Fünf Unternehmen wollen die Stadt innovativer machen

Düsseldorf: Fünf Unternehmen wollen die Stadt innovativer machen

Von Joachim Umbach
30. Januar 2019
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Die Köpfe hinter der Düsselschmiede: (v.l.)  Dr. Udo Brockmeier (Stadtwerke), Werner Dornscheidt (Messe), Karin-Brigitte Göbel (Stadtsparkasse, Patrick Ludwig (RP) und Thomas Schnalke (Flughafen)

Hohe Pendlerzahlen, steigender Lieferverkehr durch den Onlinehandel sowie gefährliche CO-2-Emissionen bedrohen die Lebensqualität der Düsseldorfer und beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Ein Umdenken ist überfällig – und aufgrund neuer Digitalisierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten auch möglich. Um diesen Prozess einzuleiten, haben sich jetzt fünf Düsseldorfer Unternehmen unter dem Namen „Düsselschmiede“ zusammengetan.

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Am Mittwoch stellten sie ihre Idee auf einer Pressekonferenz vor: (v.l.) René Schleucher (Pressesprecher Stadtwerke), Werner Dornscheidt (Messe), Patrick Ludwig (Rheinische Post), Dr. Udo Brockmeier (Stadtwerke), Karin-Brigitte Göbel (Stadtsparkasse) und Thomas Schalke (Flughafen)

„Wir wollen Tradition und Innovation auf höchsten Niveau verbinden“, erklärte auf einer Pressekonferenz Stadtwerke-Chef Dr. Udo Brockmeyer. Sein Unternehmen gehört zur virtuellen Fünferbande, ebenso wie Flughafen, Messe, Rheinische Post und Stadtsparkasse.

Dieser Verbund ist mächtig – ohne Zweifel: Er steht für mehr als 10.000 Mitarbeiter, und Messe-Chef Werner Dornscheidt sprach von einem Gesamtumsatz von mehreren Milliarden. Da lässt sich etwas bewegen. Aller Anfang ist jedoch schwer – und zuweilen auch bescheiden: Pilotprojekt ist eine Mitfahrerzentrale. Die Mitarbeiter der „Düsselschmiede“-Unternehmen können sich ab dem 2. Quartal 2019 über eine App „matchen“ – also klären, ob man bei jemand mitfahren kann oder ob man jemanden mitnehmen kann.

Thomas Schnalke, Sprecher der Flughafen-Geschäftsführung, betonte, dass der Erfolg dieses Projektes abhängig sei von der Zahl der Mitarbeiter, die mitmachen. Deshalb sei man auch für andere Unternehmen und Institutionen offen. Zum Beispiel auch für die 10.500 Beschäftigten der Stadtverwaltung.

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Das Logo des Verbundes

Messe-Chef Werner Dornscheidt betonte, dass der „Düsselschmiede“-Verbund „nicht gegen die Stadtverwaltung oder die Wirtschaftsförderung“ gerichtet sei: „Im Gegenteil, wir wollen ja in dieser Stadt etwas für diese Stadt erreichen.“ Im Pressetext heißt es dazu: „Dadurch wird ein Mehrwert geschaffen für die Bürgerinnen und Bürger. Damit Düsseldorf als die lebens- und liebenswerte Stadt, die sie jetzt schon ist, auch in Zukunft mit den Menschen in der Region wächst“.

Da das Thema Mobilität im Mittelpunkt der ersten Aktivitäten steht, war schon verwunderlich, dass die Rheinbahn fehlt. Dafür hat Dr. Udo Brockmeier eine Erklärung: „Die Rheinbahn hatte in den letzten Monaten andere Themen.“ Gemeint war die Personaldiskussion um die Führung des Unternehmens. Da das aber jetzt geklärt sei, spräche nichts dagegen, wenn auch die Rheinbahn zukünftig mitmache.

Die Entstehung des „Düsselschmiede“-Verbundes hat sich eher zufällig ergeben. Brockmeier: „Wir haben uns immer wieder mal getroffen.“ Und dabei habe sich gezeigt, dass sie eines eint: „Die gemeinsame Sicht auf die Zukunft.“

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Nur ein Beispiel für die Mobilität von morgen: der e.GO-Mover, eine gemeinsame Entwicklung der Uni Aachen und von ZF Friedrichshafen

Offiziell heißt es: „Alle fünf Partner investieren in Entwicklungen neuer Konzepte und nachhaltiger Produkte. Diese entstehen oft an Schnittstellen von Branchen, die bisher nicht viel Gemeinsames hatten .“ Deshalb passt auch die Rheinische Post ins Team, denn so Patrick Ludwig, der stellvertretende Vorsitzende der Mediengruppe, auch sein Unternehmen steht mit der Einzelzustellung von Zeitungen vor großen logistischen Herausforderungen.

Dabei sein können bei der „Düsselschmiede“ auch andere Unternehmen aus der Landeshauptstadt – „wenn es denn passt“. Die Themen, die nach der Mobilität angepackt werden sollen, sind auch schon klar: Stadtlogistik, Bildung, Arbeitgeber-Attraktivität und Infrastruktur.

Zu den Aktivitäten sollen, so Karin Brigitte Göbel, die Vorstandsvorsitzende der Stadt-Sparkasse, auch Informationsveranstaltungen gehören. Sie machte ein erstes Angebot: Düssel-X-Change, eine Plattform für den Austausch über „Daten und Digitalisierung“, am 12. April, ab 17 Uhr, in der Seifenfabrik Düsseldorf. Teilnehmen werden Christian Baudis, der ehemalige Chef von Google-Deutschland, und Mirko Novakovic, CEO bei Istana.

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