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Home›Wirtschaft›Gewerkschaften›Düsseldorf: Schlechte Stimmung bei den Klinikbeschäftigten führt zu erstem Warnstreik in diesem Jahr

Düsseldorf: Schlechte Stimmung bei den Klinikbeschäftigten führt zu erstem Warnstreik in diesem Jahr

Von Ute Neubauer
14. Juni 2018
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Bereits 2017 waren viele Beschäftige auf die Straße gegangen und demonstrierten für Entlastung in der Pflege

Bereits im vergangenen Jahr waren die Vorstellungen der Gewerkschaft ver.di und der Leitung der Universitätskliniken Düsseldorf (UKD) nicht zusammen zu bringen. Gegenseitig warf man sich Blockadehaltung vor und für die Überlastung des Pflegepersonals gab es auch in 2018 keine Lösung. Nachdem man nun am Verhandlungstisch wieder nicht weiter kam, gab es am Donnerstag (14.6.) einen ersten Warnstreik.

Streikposten suchte man am Donnerstag am UKD vergeblich. Wie Niko Köbbe von ver.di erklärte, war der erste Warnstreik eher eine interne Aktion. Rund 50 Streikende nutzen den Tag und gingen durch die Betriebe und Stationen, um die aktuelle Situation und Stimmung der Belegschaft zu ermitteln.

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Das Ergebnis überrasche die Gewerkschafter nicht: Da die Warnstreiks im vergangenen Jahr zu keiner Verbesserung der Situation des Personals geführt hatten, sind die Mitarbeiter sauer. Sie sehen kein Entgegenkommen bei der Klinikleitung. Verstärkter Wechsel auf Teilzeit und hoher Krankenstand sind Alltag. Viele der Pfleger und Pflegerinnen können von Anrufen berichten, den Urlaub, die Freischicht oder den Feierabend zu verschieben, um kurzfristig für einen fehlenden Kollegen einzuspringen.

Die Personaldecke ist sehr dünn und das ist eine der Forderungen der Gewerkschaft: Es soll ein Mindeststandard an Personal für die Stationen und Tochterfirmen definiert werden. Denn es geht den Mitarbeitern nicht um mehr Geld, sie wollen Entlastung durch mehr Kollegen. Viele fühlen sich durch die ständige Belastung überfordert.

Die fehlende Bereitschaft der Klinik eine Personalbedarfserhebung zu beauftragen, hat zum Abbruch der Mediationsgespräche auf Gewerkschaftsseite geführt.

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Stephanie Peifer kritisierte die Klinik, sie würde mit dem offenen Brief PR betreiben und solle lieber verhandeln

Stephanie Peifer, Geschäftsführerin ver.di Düssel-Rhein-Wupper, kritisierte am Donnerstag die Kontaktaufnahme des Klinikvorstandes über einen offenen Brief, der in einer Tageszeitung abgedruckt war. Auf einer halben Zeitungsseite warfen die Vertreter des UKD der Gewerkschaft vor, das Wohl der Patienten zu gefährden. Erneut wiesen sie auch darauf hin, keine Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft führen zu dürfen.

Dass dies nicht korrekt sei, beantwortete Peifer in einem offenen Brief an die Presse. „In der Rechtsverordnung des Landes NRW für die Uniklinika heißt es in §13 Absatz (1) unmissverständlich: „Der Aufsichtsrat trifft für die Mitglieder des Vorstands, die Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische Direktor für die Beschäftigten des Universitätsklinikums die arbeits- und tarifrechtlichen Entscheidungen.“. Sie betonte das Entlastung kein Bestandteil der bestehenden Tarifverträge sei. Damit wäre das UKD durchaus Ansprechpartner für ver.di, wenn es um die betriebliche Personalbemessung ginge. Sie verweist auf andere Häuser wie die Charité, in denen Tarifverträge möglich waren.

Die Mitarbeiter des UKD würden das Patientenwohl nicht gefährden, betont Peifer, sondern durch ihren Streik und die Forderungen genau dies im Auge haben.

Ver.di fordert die Versorgung mit ausreichend Personal und ernsthafte Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Entlastung.

Weitere Streiks sind zu erwarten

Durch die kontroversen Auffassungen zwischen Klinikleitung und Gewerschaft ist wohl in der kommenden Woche mit weiteren Streikmaßnahmen zu rechnen.

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