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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Düsseldorf: fiftyfifty Projekt „Housing First“ bald in ganz NRW

Düsseldorf: fiftyfifty Projekt „Housing First“ bald in ganz NRW

Von Ute Neubauer
24. Mai 2018
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Drei Sets mit jeweils sechs Bildern hat Gerhard Richter für den Housing-First-Fond gespendet, Foto: fiftyfifty

Das Obdachlosenmagazin fiftyfifty geht seit dem Jahr 2014 neue Wege in der Betreuung wohnungsloser Menschen. Nach dem Kauf von Immobilien vermieten das Straßenmagazin Appartments an Obdachlose und gibt ihnen damit eine Chance. Das Projekt überzeugte viele Künstler, allen voran Gerhard Richter, die durch gespendete Kunstwerke die Finanzierung ermöglichten. Durch Initiative der Landesregierung NRW und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband soll „Housing First“ nun in ganz NRW ermöglicht werden.

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Julia von Lindern betreut in Düsseldorf das Housing First von fiftyfifty

Fiftyfifty überzeugte mit Housing Fisrt in Düsseldorf

Fiftyfitfty Sozialarbeiterin Julia von Lindern weiß, dass der größte Wunsch von vielen Obdachlosen eine eigenen Wohnung ist, um darin ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch in Städten wie Düsseldorf ist Wohnraum knapp und teuer und kaum ein Vermieter gibt Obdachlosen eine Chance. Die Vorbehalte sind groß. Das hat fiftyfifty erkannt und steuert seit vier Jahren dagegen. Der Verein überzeugte viele namhafte Künstler vom Projekt „Housing First“, bei dem fiftyfifty über ihren Trägerverein Asphalt Wohnungkauft und an Obdachlose vermietet. Die neuen Mieter erhalten nicht nur Unterstützung bei der Einrichtung, sie werden auch weiter sozial betreut. Denn die eigene Wohnung löst nicht alle Probleme. Aber eigene vier Wände sind der erste Schritt in die Normalität und das gibt die Kraft, auch andere Themen wie Sucht oder Arbeitslosigkeit anzugehen.

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Julia von Lindern, Hörman und Hubert Ostendorf mit einem der Lindbergh Bilder, die Hörmanns neue Wohnung finanzierten

48 Wohnungen für 53 Menschen konnten bereits durch fiftyfifty realisiert werden. Bewusst im ganzen Stadtgebiet verstreut. Ein Erfolg, der aber bei weitem nicht ausreicht, um den geschätzt 2000 Wohnungslosen in Düsseldorf zu helfen. Genaue Zahlen gibt es nicht, da nicht alle Wohnungslosen gemeldet sind.

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Karl-Josef Laumann unterstützt den Start des Projekts

Die Versorgung und Betreuung von wohnungslosen Menschen ist Angelegenheit der Kommunen, erhält nun aber Förderung vom Land. Sozialminister Karl-Josef Laumann stellte am Mittwoch (23.5.) das Pilotprojekt „Housing First-Fond“ vor, das die Landesregierung in den nächsten drei Jahren mit einem Gesamtbetrag von 424.000 Euro unterstützt. Dieser Betrag reicht bei weitem nicht aus, um Wohnraum für Obdachlose in nennenswerter Größenordnung zu schaffen. Auf Vermittlung von fifttyfifty konnte der Künstler Gerhard Richter begeistert werden, mit seinen Werken einen Grundstock für das Projekt zu legen.

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Alle Bilder sind handsigniert und können als 6-er Set zu 420.000 Euro oder einzeln ersteigert werden

Er spendete 18 Bilder seiner Sonderedition „Cage f.ff“, die als Set oder als Einzelwerke über fiftyfifty ersteigert werden können und wohl einen Erlös von weit über einer Millionen Euro bringen könnten. Es handelt sich um Farboffsets in der Größe 90 x 90 Zentimeter, die unter Plexiglas aufgezogen sind und die Signatur des Künstlers tragen. Einzelheiten zu den Bilder und den Kaufoptionen finden sie unter www.fiftyfifty-galerie.de. Gebote nimmt Hubert Ostendorf unter 0176-21432308 oder h.ostendorf@fiftyfifty-galerie.de entgegen.

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In Düsseldorf wurde bei einer Veranstaltung im Maxhaus am 25. Januar mit allen Parteien und der neuen Amtsleiterin Miriam Koch über Housing First diskutiert

Die Projektkoordination des „Housing-First-Fonds“ hat der Paritätische Wohlfahrtsverband übernommen. Bei ihm können sich freie und gemeinnützige Träger melden, die Wohnraum für Obdachlose kaufen möchten und sich auch um die soziale Betreuung der neuen Mieter kümmern. 20 Prozent der Kaufsumme können sie über den Fonds erhalten und eine Beratung über eine Darlehnsfinanzierung des Restbetrages. So hofft die Landesregierung in ganz NRW nach und nach rund 100 Wohneinheiten im Rahmen des Projekts zu schaffen. Ziel sei es nicht ganze Wohnhäuser zu kaufen, sondern einzelne Wohnungen und so die Integration der Menschen zu fördern.

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