Düsseldorf: Dass gallische Dorf in der Fassabfüllung vom Schumacher

Die Gäste der Bürgersitzung der Hoppediz-Wache sind Jahr für Jahr gespannt, welches Motto sich der Vorstand wieder hat einfallen lassen. Präsidentin Rafaela Kaiser und der 1. Vorsitzende Markus Schäfer waren bis kurz vor der Sitzung bemüht, das auch geheim zu halten. Doch als die ersten Jecken am Samstagabend (10.1.) in die Fassabfüllung der Brauerei Schumacher kamen, gaben bereits ein Wildschwein und ein Lagerfeuer auf der Bühne erste Hinweise auf ein gallisches Dorf. Blieb nur die gespannte Frage, wer Asterix und wer Obelix sein würde? Und würde jemand die Rolle des Barden Troubadix übernehmen – wo singen bei den Hoppedizen doch dazu gehört.

Wenn der Römer brav ist, darf er bleiben!
Unter großem Applaus zogen die Gallier ein: Asteric alias Rafaela Kaiser, Obelix alias Markus Schäfer, Miraculix alias Katrin Bühl, Majestix alias Katharina Conen und Michael Martsch als Troubadix. Beim traditionellen Eröffnungslied kam Et Nina als Idefix noch dazu und natürlich ist die Hoppediz-Wache tolerant und ließ auch einen Römer mitfeiern.

Das Tanz-Duo der Räbbelchen aus Holthausen
Viele Stammgäste genossen das Programm, das bei den Hoppedizen nie von der Stange ist und immer etwas besonderes zu bieten hat. Das wurde schon bei den ersten Programmpunkten deutlich. Denn von den Holthauser Räbbelche war das Tänzerinnen-Duo Lucy und Julia gekommen. Trotz des Größenunterschieds begeisterten sie mit ihren Paartanz und erhielten viel Beifall.

Die Jecken Dancer der KG Gemeinsam Jeck
Anschließend wurde die Bühne etwas voller: die Jecken Dancer der KG Gemeinsam Jeck rockten die Schwankhalle im Schumacher, denn es wurde nicht nur auf der Bühne getanzt. Doch wer dachte, dass man sich anschließend ausruhen konnte, der kannte Rainer Lieverscheidt nicht. Mit seinen Lieder zog spontan eine Polonaise und wer dort nicht mit wollte, tanzte und schunkelte am Platz.

Rainer Lieverscheidt ist im Düsseldorfer Karneval zurück
Da kam die Pause – ohne Wildschweinbraten – aber mit leckerer Hausmannskost gerade recht. Zeit sich nach dem Essen auszuruhen gab es nicht, denn die Swinging Funfares brachten den Raum zum kochen. Die Gäste der Hoppediz-Wache sind dafür bekannt, dass sie auch bei Rednern zuhören können, was im Karneval längst nicht selbstverständlich ist. Kabarettist Peter Vollmer kam bestens an und verschaffte auch eine kleine Ruhepause, da bei Jeck United und der Hermes Band wieder tanzen und schunkeln angesagt war. Die Tanzgruppe Hoppedötze der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft komplettierte das Programm und präsentierte Tänze. Natürlich durfte auch das Prinzenpaar der Stadt Düsseldorf nicht fehlen.

Obelix kann noch verhindern, dass Troubadix dan das Mikro kommt und singt
Denn ganzen Abend über versuchte Obelix an Zaubertrank zu kommen, aber Asterix passte auf. Beide gemeinsam kümmerten sich auch darum, dass Troubadix nicht das Mikrofon in die Hand bekam – sehr zur Freude der Gäste.

Asterix und Automatix
Zum großen Finale versammeln sich alle „Gallier“ am symbolischen Lagerfeuer. Mit Wildschweinbraten, Schumacher Alt und „Et Nina“ wurde gemeinsam die Altstadt-Laterne gesungen. Ganz leise dachte so mancher dabei an Clemens Kaiser, einen der Gründungsväter der Wache und langjähriger Präsident. Er war am Samstag verstorben. Dass die Bürgersitzung trotzdem fröhlich gefeiert wurde, wäre ganz in seinem Sinne gewesen.
Weitere Eindrücke
